Berliner Eltern wird viel zugemutet. Kitas und Schulen, aber auch Behörden werden innerhalb von 14 Tagen vom nächsten Streik getroffen. Für Mittwoch (11. Februar) kündigt die Gewerkschaft Verdi die nächste Streikwelle im öffentlichen Dienst an. Einzige gute Nachricht: Die BVG-Mitarbeiter machen diesmal nicht mit.
Berlin: Warnstreiks in Kitas und Schulen, bei Polizei und Feuerwehr
Streiken wollen nicht nur Erzieher, Lehrer und Verwaltungsmitarbeiter. Beschäftigte der Feuerwehr, der Polizei und der Senatsverwaltungen wollen am Mittwoch ebenfalls die Arbeit niederlegen; in Brandenburg auch Mitarbeiter der Landesministerien und vieler Behörden. Der Tag dürfte für viele Bürger chaotisch werden.
Verdi fordert in den laufenden Tarifverhandlungen sieben Prozent mehr Lohn. Für die unteren Lohngruppen soll es mindestens 300 Euro mehr im Monat geben. Die Gewerkschaft will den Druck erhöhen. In den ersten beiden Verhandlungsrunden gab es kein Angebot der Arbeitgeber.
Bundesweit sind rund 2,2 Millionen Menschen von den Verhandlungen betroffen. Für mehr als 900.000 Tarifbeschäftigte wird direkt verhandelt. Rund 1,3 Millionen Beamte und Versorgungsempfänger sollen später von einem möglichen Ergebnis profitieren. Verdi erwartet endlich Bewegung. Die Arbeit im öffentlichen Dienst müsse besser bezahlt werden, heißt es.
BVG fährt, DFB-Pokalspiel vor Absage
In Berlin war zuletzt auch die BVG vom Streik betroffen. Diesmal bleiben die Busse und Bahnen aber nicht wie zuletzt im Depot. Die BVG-Mitarbeiter sind am Mittwoch nicht zum Warnstreik aufgerufen.
Anders sieht es in München aus: Dort gibt es am Mittwoch einen neuen ÖPNV-Streik, der auch das DFB-Pokal-Spiel Bayern München gegen RB Leipzig (20.45 Uhr) bedroht. Bisher ist unklar, wie die Fans zum Spiel ins Stadion kommen sollen. Eine Absage wird überlegt.



