Am vergangenen Sonntag bot sich Autofahrern in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ein seltener Anblick: Ein gigantischer Bundeswehr-Konvoi mit insgesamt rund 180 Fahrzeugen war unterwegs.
Riesenkonvoi rollt durch drei Bundesländer
Was steckt hinter der Aktion? Wie aus der offiziellen Mitteilung des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr hervorgeht, handelte es sich um die Verlegung des Aufklärungsbataillons 7 der Panzerbrigade 21, das am 8. Februar auf eine etwa 350 Kilometer lange Strecke geschickt wurde.
Der Verband war in neun Gruppen zu je 20 Fahrzeugen unterteilt – jede Gruppe ein eigener, beeindruckender Block aus schweren Militärfahrzeugen, die in gemächlichem Tempo über Autobahnen und Bundesstraßen rollten.

Der Marschweg wurde bewusst nicht veröffentlicht. Wieso? „Informationen zur genauen Fahrtstrecke und Zwischenhalte können aus Gründen der militärischen Sicherheit im Vorfeld nicht gegeben werden.“ Ein Satz, der verdeutlicht, wie streng solche Verlegungen geschützt werden.
So müssen sich Autofahrer verhalten
Für Autofahrer bedeutete die ungewöhnliche Sonntagskulisse eine klare Herausforderung. Die Bundeswehr sprach ausdrücklich Warnungen aus und bat alle Verkehrsteilnehmenden um erhöhte Aufmerksamkeit.
Die Bundeswehr stellte klar: „Gleichzeitig sollten möglichst große Abstände zu den Fahrzeuggruppen eingehalten werden. Zudem sollte aus Sicherheitsgründen nicht zwischen die einzelnen Fahrzeuge der bis zu einem Kilometer langen, relativ langsamen Marschkolonnen gefahren werden.“ Damit wurde unmissverständlich kommuniziert, wie riskant es wäre, sich in diese langen Ketten einzuscheren.

Die Konvois bestanden aus Aufklärungs- und Unterstützungsfahrzeugen, die im Verbund reisen müssen, um die militärischen Strukturen im Marsch aufrechtzuerhalten. Solche Übungen simulieren dabei nicht nur die Fahrt selbst, sondern testen auch Kommunikation, Führungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit auf realen Straßen.


