Jetzt werden auch sie teurer. Eine Berliner Großbäckerei, bekannt für ihre günstigen Angebote, hat gerade drastisch ihre Preise erhöht. Einer der Gründe ist die Erhöhung des Mindestlohnes, der zum Jahresanfang bundesweit erhöht wurde.
Kunden sauer: „Uns sieht man dort seltener“
Wegen ihrer günstigen Preise werden sie geliebt. Jetzt tobt die Kundschaft in den Sozialen Medien, weil die Berliner Bäckerei-Kette Thoben ihre Preise bei Backwaren angezogen hat. „Viele, die auf die kleinen Preise angewiesen sind, resignieren. Uns sieht man dort nun auch seltener“, schreibt etwa ein User namens „Berlinspargel“ auf dem Kurznachrichtendienst X (früher Twitter).
Was gibt es Neues aus der Irrenanstalt Berlin?
— berlinerspargel (@berlinerspargel) February 2, 2026
Der Stadtbäcker Thoben hat, mal wieder, ordentlich die Preise angezogen. Über Nacht um schlappe 20% und mehr. Die Folgen dessen haben wir gerade erlebt. Kaum Kundschaft, die Regale voller Waren. Viele, die auf die kleinen Preise… pic.twitter.com/H2BGN4dqnW
Von einer Preiserhöhung um 20 Prozent ist die Rede, die angeblich „über Nacht“ geschehen sein soll. Der KURIER fragte bei dem Familienunternehmen nach, das seinen Hauptsitz in Berlin-Spandau hat. Eine Mitarbeiterin in der Zentrale bestätigt: „Ja, es gab eine Preiserhöhung.“ Offenbar ohne große Ankündigung. „Am 29. Januar wurden Preise für Backwaren erhöht“, sagt die Mitarbeiterin.
Bedeutet konkret? „Kuchen und Torten wurden teurer“, sagt die Thoben-Mitarbeiterin. So kostet laut ihren Angaben ein Stück Streuselkuchen mit Puddingfüllung jetzt 1,35 Euro. Zuvor waren es noch 1,10 Euro. Das macht eine satte Preiserhöhung von knapp 23 Prozent.
Beim Kirsch-Streuselkuchen müssen Thoben-Kunden offenbar noch eine kräftigere Preiserhöhung verdauen. „Ein Stück kostet bei uns jetzt 2,45 Euro“, sagt ein Verkäufer aus dem Thoben-Laden am Kaiserdamm. „Davor waren es noch 1,70 Euro.“
Das bedeutet einen Preisanstieg von sogar 44 Prozent. Ein Trost: Die Preise für Brötchen und Brot wurden nicht erhöht. Eine Schrippe kostet weiter 30 Cent. Damit ist sie günstiger als bei anderen Bäckerei-Ketten. Das Landbrot kostet bei Thoben weiterhin 2,40 Euro.
Preiserhöhung bei Berliner Bäcker: Mindestlohn ist schuld
Warum nun Thoben seine Preise erhöht? „Alles ist doch teurer geworden“, sagt die Mitarbeiterin in der Thoben-Zentrale in Spandau. „Ladenmieten, Stromkosten, auch die Zutaten werden nicht billiger“, sagt sie. „Dazu kommt auch der Mindestlohn.“




