Kaum ein anderer Bezirk ist in Berlin so von Baustellen geplagt wie Treptow-Köpenick. Jeden Tag kommen neue Verkehrsmeldungen hinzu, die den staugeplagten Autofahrern das Leben noch schwerer machen. Diesmal gibt es Probleme an einer weiteren Brücke. Der KURIER gibt den Überblick über wichtige Baustellen.
Neue Sperrungen an Brücken sorgen für lange Wartezeiten
In Treptow-Köpenick wird gleich an mehreren Brücken gearbeitet. Am Dienstag muss die erst 2002 eingeweihte Brücke, auf der die vielbefahrene Spindlersfelder Straße verläuft, geprüft werden. Die Brückenprüfung erfolgt von 9 bis 15 Uhr. Zwischen Glienicker Straße und Oberspreestraße wird nacheinander jeweils ein Fahrstreifen gesperrt.
Schon am Montag haben Arbeiten auf der Südostalleebrücke (erbaut 2000) begonnen. Bis voraussichtlich Freitag steht auf der Südostallee zwischen Radenzer Straße und Kiefholzstraße nur ein Fahrstreifen je Richtung zur Verfügung.
Schnellerstraße und Oberspreestraße: Nächste Engpässe im Kiez
Noch eine Staustelle: In Schöneweide wird auf der Schnellerstraße gebuddelt – gleich zweimal. Stadteinwärts hinter der Karlshorster Straße gibt es Leitungsarbeiten. Für rund eine Woche ist die Fahrbahn auf zwei Fahrstreifen verengt. Und auf der Hochbaustelle zwischen Spreestraße und Hasselwerderstraße hat eine neue Bauphase begonnen. Für eine Woche ist die Fahrbahn in Richtung Oberspreestraße gesperrt.
Ganz in der Nähe wird der Verkehr auf der Oberspreestraße in Richtung Schnellerstraße schon seit Monaten ausgebremst. Noch bis zum 19. Juni wird zwischen Flemmingstraße und Spindlersfelder Straße am Stromnetz gearbeitet, die Fahrbahn wird abschnittsweise auf einen Fahrstreifen verengt.
Alt-Köpenick und Bahnhofstraße bleiben Dauerbaustellen
Bau- und Stauschwerpunkt ist natürlich das Areal rings um Alt-Köpenick und die Bahnhofstraße am S-Bahnhof. Gleich sechs Baustellen verzeichnet die Verkehrsinformationszentrale für dieses Gebiet. Staufalle Nr. 1 ist die Bahnhofstraße. Hier wird noch bis Februar 2028 am Bahnhof gearbeitet, die Fahrbahn zwischen Bahnhof Köpenick und Friedrichshagener Straße auf einen Fahrstreifen verengt.
Gleich um die Ecke: Auch die Hämmerlingstraße ist noch bis Januar eine Dauerbaustelle. Die Brücke wird neu gebaut, eine Baustellenampel regelt den Verkehr.
Auch auf der anderen Seite des Stadions an der Alten Försterei wurde die Straße aufgerissen – für zwei Baustellen. Bis Ende kommenden Jahres wird die Pyramidenbrücke, die die Straßen An der Wuhlheide und Lindenstraße miteinander verbindet, neu gebaut: 15 Meter lang, 32 Meter breit, rund 7 Millionen Euro teuer. Die Fahrbahn ist auf einen Fahrstreifen verengt.
Gleich daneben: Ebenfalls auf der Straße An der Wuhlheide, zwischen Stadion und Rudolf-Rühl-Allee, werden Kabel ausgetauscht. Der rechte Fahrstreifen ist gesperrt. Das Bauende ist in Sicht: am 26. Juni.
Treskowallee bleibt ein Dauerärgernis
In Alt-Köpenick bremsen Gleis- und Leitungsbauarbeiten den Kfz- und Radverkehr aus. Die Kiezer Straße ist zwischen Grünstraße und Alt-Köpenick in beiden Richtungen bis zum 24. August voll gesperrt. Betroffen ist auch die Lindenstraße bis zur Straße Alt-Köpenick. Hier gibt es bis zum 20. Mai eine Fahrbahnverengung, auf der Dammbrücke regelt eine Baustellenampel den Verkehr.

Ein Dauerärgernis für Anwohner und Autofahrer ist auch die Dauerbaustelle auf der Treskowallee – sowohl auf der Schöneweider als auch auf der Karlshorster Seite. Die Stromnetzarbeiten (rechter Fahrstreifen gesperrt) zwischen Traberweg und Rummelburger Straße sollen immerhin am 30. Juni enden. Am Bahnhof Karlshorst gibt es aber das nächste Nadelöhr: Am Montag startete die Instandsetzung des Brückenschutzes der S‑Bahn‑Brücke. Bis zum 18. Mai steht in beiden Richtungen jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Noch keine Lösung für Kreuzung Wuhlheidebrücke
Und dann gibt es natürlich noch die Staustelle, auf die die Treskowallee trifft: die Kreuzung mit der im vergangenen Jahr abgerissenen Wuhlheidebrücke. Bis heute gibt es noch keine Pläne dafür, wie hier der Verkehr vernünftig geleitet werden soll.



