In Berlin werden zu viele Messer gezückt! Allein am Montagabend hat es wieder zwei Messerstechereien gegeben. Was bisher bekannt ist – und scharfe Worte der Gewerkschaft der Polizei.
Messerstecherei mit zwei Verletzten in Moabit
Wie unser KURIER-Nachtreporter berichtet, wurde am Montag gegen 19:25 Uhr die Berliner Feuerwehr in die Waldenser Straße Ecke Oldenburger Straße in Moabit gerufen. Hier hat es unweit der St. Paulus Kirche offenbar eine Messerstecherei gegeben: Der Notarzt vor Ort musste zwei Personen mit Stichverletzungen behandeln. Beide wurden in ein Krankenhaus verbracht.

Was hier genau vorgefallen ist, ist noch völlig unklar. Auch, ob es sich um einen Vorfall im Rahmen organisierter Kriminalität oder doch um eine private Angelegenheit gehandelt hat. Die Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen.
Berliner Polizei schlägt Alarm wegen Messergewalt
Laut Benjamin Jendro, dem Sprecher der Polizeigewerkschaft, kam es in der Nacht zu Dienstag sogar noch zu einer weiteren Messerattacke in Hellerdorf. Er sieht hier dringenden Handlungsbedarf und mahnt: „Wir müssen leider festhalten, dass es in der politischen Debatte über die ausufernde Messergewalt auf unseren Straßen ziemlich ruhig geworden ist, obwohl tagtäglich Menschen in der Öffentlichkeit zu Messern greifen, andere schwer verletzen und den Tod billigend in Kauf nehmen.“



