Es war eine Nachricht, die viele Berliner bewegte. Anfang Januar 2026 beschlagnahmte die Polizei 14 Hunde in Treptow-Köpenick, zwölf kleine Welpen und ihre beiden Muttertiere. Das ist nun rund sechs Wochen her.
Die Französischen Bulldoggen sind im Tierheim Berlin
Seit ihrer Rettung sitzen die Französischen Bulldoggen im Tierheim Berlin. Und es könnte aufgrund eines Behörden-Staus noch eine ganze Weile dauern, bis sie ein neues Zuhause finden. Das Veterinäramt teilt auf Anfrage mit: „Alle Tiere befinden sich derzeit in einem guten Zustand, nähere Informationen können jedoch nicht genannt werden.“ Wo liegt das Problem?
Gegen den Halter wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Es steht sogar im Raum, ihm die Haltung und Betreuung von Tieren jeglicher Art zu verbieten. Der Halter hingegen möchte seine Tiere zurück. Solange das Verfahren läuft, bleiben die Hunde im Tierheim. Und das kann dauern.
Bezirksamt steht mit dem Halter in Kontakt
Noch einmal das Veterinäramt: „Es muss ein wirksamer und vollstreckbarer Verwaltungsakt zur Veräußerung der Tiere vorliegen und/oder der Halter gibt die Tiere zur Vermittlung frei.“ Ergänzend heißt es: „Das Bezirksamt steht aufgrund des unter anderem laufenden Verwaltungsverfahrens in Kontakt mit dem Halter.“

Die Staatsanwaltschaft wird die Hunde erst dann freigeben, wenn das Verfahren rechtskräftig abgeschlossen ist. Die Welpen sind inzwischen rund zwölf Wochen alt und könnten grundsätzlich zur Vermittlung freigegeben werden. Doch gelingt die Sozialisierung nach so langer Zeit problemlos? Einen Welpen nach einem Tierheimaufenthalt an ein normales Umfeld zu gewöhnen, braucht Zeit. Gerade in diesem Alter.




