Stillstand im Tierheim

14 Bulldoggen warten auf Behörden-Entscheidung

Warten statt Zuhause. 14 Hunde stecken im Tierheim Berlin fest. Das laufende Verfahren verzögert die Vermittlung.

Author - Sebastian Karkos
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Französische Bulldoggen des Hundehalters aus Treptow-Köpenick
Französische Bulldoggen des Hundehalters aus Treptow-KöpenickMarkus Wächter/Berliner Zeitung

Es war eine Nachricht, die viele Berliner bewegte. Anfang Januar 2026 beschlagnahmte die Polizei 14 Hunde in Treptow-Köpenick, zwölf kleine Welpen und ihre beiden Muttertiere. Das ist nun rund sechs Wochen her.

Die Französischen Bulldoggen sind im Tierheim Berlin

Seit ihrer Rettung sitzen die Französischen Bulldoggen im Tierheim Berlin. Und es könnte aufgrund eines Behörden-Staus noch eine ganze Weile dauern, bis sie ein neues Zuhause finden. Das Veterinäramt teilt auf Anfrage mit: „Alle Tiere befinden sich derzeit in einem guten Zustand, nähere Informationen können jedoch nicht genannt werden.“ Wo liegt das Problem?

Gegen den Halter wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Es steht sogar im Raum, ihm die Haltung und Betreuung von Tieren jeglicher Art zu verbieten. Der Halter hingegen möchte seine Tiere zurück. Solange das Verfahren läuft, bleiben die Hunde im Tierheim. Und das kann dauern.

Bezirksamt steht mit dem Halter in Kontakt

Noch einmal das Veterinäramt: „Es muss ein wirksamer und vollstreckbarer Verwaltungsakt zur Veräußerung der Tiere vorliegen und/oder der Halter gibt die Tiere zur Vermittlung frei.“ Ergänzend heißt es: „Das Bezirksamt steht aufgrund des unter anderem laufenden Verwaltungsverfahrens in Kontakt mit dem Halter.“

Französische Bulldoggen gehören aufgrund ihres Kindchenschemas zu den beliebtesten Hunderassen (Symbolfoto).
Französische Bulldoggen gehören aufgrund ihres Kindchenschemas zu den beliebtesten Hunderassen (Symbolfoto).Ekaterina Yakunina/IMAGO

Die Staatsanwaltschaft wird die Hunde erst dann freigeben, wenn das Verfahren rechtskräftig abgeschlossen ist. Die Welpen sind inzwischen rund zwölf Wochen alt und könnten grundsätzlich zur Vermittlung freigegeben werden. Doch gelingt die Sozialisierung nach so langer Zeit problemlos? Einen Welpen nach einem Tierheimaufenthalt an ein normales Umfeld zu gewöhnen, braucht Zeit. Gerade in diesem Alter.

Der KURIER fragte beim „Internationalen Klub für Französische Bulldoggen“ nach. Der Verein sagt: „Wenn Welpen nicht an Menschen, Tiere und Geräusche gewöhnt sind, wird es hinterher schwierig.“ Hoffnung mache jedoch, so der Klub weiter: „Die Tierheime geben sich unserer Erfahrung nach trotz allem immer Mühe. Vor allem mit Welpen, mit so kleinen Hunden.“

Sorgen, dass die Tiere am Ende nicht mehr vermittelbar sein könnten, hat der Klub nicht: „Die Bullis sind immer sehr beliebt. Für solche Hunde stehen die Leute eigentlich immer Schlange.“ Nur wann das in diesem Fall passieren wird, ist derzeit völlig offen.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Sollten die Hunde so lange im Tierheim bleiben? Bitte schreiben Sie uns:leser-bk@berlinerverlag.com