Bedrohung bleibt

BKA warnt vor neuen Anschlägen auf Berliner Stromnetz

Nach dem Blackout im Januar 2026 hält das BKA neue Anschläge auf das Stromnetz für möglich. Berlin bleibt weiter im Visier der Täter.

Author - Sebastian Karkos
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Polizisten stehen im Januar an der Brandstelle einer Kabelbrücke vor dem Kraftwerk Lichterfelde am Teltowkanal, dem Anschlagsort.
Polizisten stehen im Januar an der Brandstelle einer Kabelbrücke vor dem Kraftwerk Lichterfelde am Teltowkanal, dem Anschlagsort.Michael Kappeler/DPA

Werden die Täter gefasst? Anfang Januar 2026 zeigte der großflächige Stromausfall im Berliner Südwesten, wie anfällig die kritische Infrastruktur in der Hauptstadt sein kann. Er war einer der längsten Blackouts der Berliner Nachkriegsgeschichte und die Folge eines mutmaßlich linksextremistischen Anschlags.

100.000 Menschen waren vom Stromausfall betroffen

Vom Ausfall in Nikolassee, Wannsee, Zehlendorf und Lichterfelde waren rund 100.000 Menschen betroffen. Und das tagelang!

Eine Million Euro winken als Belohnung für jeden, der Hinweise auf die Strom-Terroristen geben kann, deswegen hängen in Berlin seit Wochen entsprechende Fahndungsplakate. Das Bundeskriminalamt (BKA) jagt die Täter. Wie viele Hinweise schon eingegangen sind?

Auf Anfrage hält sich das BKA bedeckt und schreibt lediglich: „Die Hinweisaufnahme und -auswertung im Rahmen des öffentlichen Zeugenaufrufs läuft aktuell.“

Mit solchen Plakaten fahndet des Bundeskriminalamt nach den Strom-Terroristen.
Mit solchen Plakaten fahndet des Bundeskriminalamt nach den Strom-Terroristen.DAVIDS

Ein Anschlag auf das Stromnetz wie Anfang des Jahres im Südwesten der Stadt soll sich nicht wiederholen, könnte sich aber jederzeit wieder ereignen.

BKA warnt vor linksextremistischer Szene in Berlin

Das BKA warnt vor weiteren Anschlägen: „Insbesondere innerhalb der linksextremistischen Szene wird das potenziell hohe Schadensausmaß erfolgreicher Angriffe auf kritische Infrastrukturen sowie deren teilweise weitreichende Auswirkungen als geeignetes Mittel zur Erzeugung öffentlichen und politischen Drucks bewertet“, so das BKA.

Weiter heißt es: „Vor diesem Hintergrund sind gleich gelagerte Taten durch Angehörige der linksextremistischen Szene, insbesondere in Schwerpunktregionen wie beispielsweise Berlin, grundsätzlich in Betracht zu ziehen.“

Deswegen lässt das BKA in diesem Fall nichts unversucht und lockt mit einer Mega-Prämie. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (55, CSU) hatte bereits Anfang Februar gesagt: „Seit Auslobung der Belohnung ist eine Vielzahl von Hinweisen eingegangen.“

Ob der richtige dabei war? Wer neue oder weitere Informationen hat, kann sich noch bis zum 24. Februar an die Polizei wenden. 

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Was halten Sie von der Millionen-Prämie des BKA? Bitte schreiben Sie uns:leser-bk@berlinerverlag.com