Berliner und Brandenburger können ganz kurz aufatmen: Die Eiseskälte zieht ab. Aber nur für wenige Tage. Der Kälte-Rückzug ist nicht von langer Dauer, sagt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Schon ab Sonntag wird es wieder kälter, es drohen sogar Zickzack-Temperaturen. Noch unklar ist, ob es auch im Westen und Südwesten Deutschlands kälter wird.
Das Kältehoch „Daniel“ kommt aus Russland
Deutschland ist wieder geteilt. Osten gegen Westen. Auf der einen Seite die kalten Luftmassen vom Kältehoch „Daniel“, das aus Russland und Skandinavien zu uns kam und den Nordosten Deutschlands im Griff hat.
Im Südwesten Deutschlands gibt es dagegen seit Tagen Vorfrühlingswetter mit Temperaturen bis zu 10 Grad. Auch in Richtung NRW, Rheinland-Pfalz und Saarland war es die vergangenen Tage immer wieder mal mild.
Demgegenüber stand die eisige Kälte im Nordosten. Mit extremer Glättegefahr und Glatteis – wie am Donnerstagmorgen. Richtung Berlin, Brandenburg, zum Teil auch in Sachsen, wie Dominik Jung sagt. Stellenweise mit viel Neuschnee und erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Die gute Nachricht: Der Frost schwächt sich im Nordosten ab. Aus dem Südwesten kommen milde Luftmassen herangeströmt. Doch der Meteorologe von wetter.net sagt: „Ich kann schon mal verraten: Er kehrt rasch wieder zurück.“
Am Montag ist der Dauerfrost zurück
Der Winterhammer feiert ein Comeback, das zeigt ein Blick in die Wetterprognosen: Schon am Montag, den 9. Februar, sehen wir wieder leichten Dauerfrost im Nordosten (minus 1 bis minus 4 Grad).
Unklar ist nur: Was passiert im Rest des Landes? Gibt es diesmal einen Durchmarsch der kalten Luftmassen bis in den Südwesten?
Für den Norden kann man auf jeden Fall sagen: Der Frost ist gekommen, um zu bleiben. In einer Prognose, die den Zeitraum bis zum 20. Februar überblickt, bleibt die Kälte im Norden konstant. Mit leichtem Dauerfrost, Mitte des Monats könnte es wieder schneien.

Im Osten gibt es in den kommenden Tagen erst mal eine leichte Milderung, dann wird es wieder etwas kälter. „Und dann wird es wieder etwas milder, dann wieder etwas kälter“, sagt Dominik Jung. Nerviges Zickzack-Wetter. Nie richtig warm, viele graue Tage. Mitunter Schneeregen, Schnee oder auch nasser Schnee.
Rosenmontag könnte es auch in NRW frostig werden
Der Westen könnte erst einmal um ein Comeback der Kälte herumkommen. Mit Temperaturen im Mittel bis zu 7 Grad. Aber es gibt schlechte Nachrichten für alle Jecken. Um den Rosenmontag herum kündigt sich eine Abkühlung auf 0 Grad an – mit Schneefalloption. „Für Narren und Närrinen natürlich nicht das perfekte Wetter“, sagt Dominik Jung.

Die Wetter-Wetten laufen: Laut dem europäischen Wettermodell erreicht die Kälte, die aus dem Osten zu uns kommt, den Südwesten nicht. Doch nach dem amerikanischen GFS-Modell sieht es etwas anders aus, sagt Dominik Jung. Nach diesem Modell könnte es bis in den Südwesten des Landes frostig werden.
So wird das Wetter bis zum Dienstag
Erst einmal wird es ein wenig milder. Auch in Berlin und Brandenburg. Der Blick auf den Freitag zeigt jedoch eine eher trübe Angelegenheit, im Südwesten sogar etwas Regen. Da ist es auch deutlich wärmer (5 bis 9 Grad), im Nordosten erwarten die Meteorologen gerade mal 1 bis 3 Grad.
Der Samstag zeigt noch eher positive Werte für den Nordosten. Bis zu 3 Grad über Null, fast schon frühlingshafte Werte im Südwesten. Mit 11 bis 13 Grad in der Sonne, die sich wie 15, 16 Grad anfühlen sollen.
Ab Sonntag wird es dann langsam schon wieder kälter. Minus 1 Grad im Berlin-Brandenburger Raum, minus 2 Grad an der Küste. Leichter Dauerfrost, die kalten Luftmassen schieben zurück, sagt Dominik Jung. Im Südwesten bleibt es bei 8 bis 11 Grad weiterhin mild. Mittendrin dichte Wolken, im Erzgebirge auch ein bisschen Schnee.



