Das passt wie die Faust aufs Auge! Vor dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim (Sonnabend, 15.30 Uhr, Sky) steht Stanley Nsoki beim 1. FC Union Berlin Rede und Antwort. Der Franzose spielt nur auf Leihbasis für die Eisernen und macht seinem eigentlichen Arbeitgeber vor dem Duell eine Ansage.
Nsoki zurück – und heiß auf das Duell mit Hoffenheim
Gut Ding will Weile haben. Stanley Nsoki (26) ist nach langer Verletzungspause, viel Schweiß in der Reha und wochenlanger individueller Arbeit endlich dort, wo er sich am wohlsten fühlt: mittendrin beim 1. FC Union. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf das Duell mit dem Ex-Klub: „Es wird definitiv etwas Besonderes. Ich habe dort drei Jahre gespielt.“
Doch auch wenn er endlich voll im Saft steht, kommt der Verteidiger bisher nur auf vier Einsätze unter Trainer Steffen Baumgart. „Ich war verletzt und als ich fit war, hat das Team gut gespielt. Ich muss geduldig bleiben und jeden Tag zeigen, dass ich der Mannschaft helfen kann.“

Für den 1. FC Union hat er sich im Sommer ganz bewusst entschieden: „Ich war sehr euphorisch. Die Gespräche mit dem Verein und dem Trainer waren gut. Und ich wusste, dass es gegen Union immer etwas sehr Spezielles war.“
Nsoki setzt auf Union statt auf Hoffenheim
Speziell – damit meint Nsoki vor allem die Union-Fans und die Stimmung im Stadion An der Alten Försterei. In Hoffenheim sieht das bekanntlich ganz anders aus. Einen Kulturschock hatte der Franzose trotzdem nicht, obwohl die beiden Klubs Welten trennen. Hier Hauptstadt und Tradition, dort Dorf und Retorte. „Ich bin ein Familienmensch und wohne auch in Berlin etwas außerhalb. Für mich ist der Unterschied also nicht so groß“, erklärt Nsoki.

Beim 1. FC Union fühlt er sich pudelwohl – entsprechend macht Nsoki den ehemaligen Kollegen und dem eigentlichen Arbeitgeber eine Kampfansage für Sonnabend: „Wir wollen gewinnen. Wir sind Union. Jeder in der Bundesliga weiß: Wenn du gegen Union spielst, wird das kein Vergnügen.“
Union Berlin besitzt für Stanley Nsoki eine Kaufoption
Nach drei Jahren bei der TSG besteht natürlich weiterhin Kontakt mit dem ein oder anderen Mitspieler. Vor dem Wiedersehen herrscht allerdings Funkstille. Dass die TSG eine bärenstarke Saison spielt und als Tabellendritter auf Champions-League-Kurs liegt, ist Nsoki nicht entgangen. „Sie sind eine gute Mannschaft mit guten Spielern. Die Chemie im Team stimmt.“
Selbst wenn im Kraichgau bald wieder die Königsklasse zu Gast sein sollte – Nsoki lässt mit einem Schmunzeln durchblicken, dass er gerne bei Union bleiben würde: „Ich fokussiere mich auf das Hier und Jetzt. Diese Saison, das nächste Spiel. Wir werden sehen, was die Zeit bringt.“
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Klar ist: Damit Nsoki Unioner bleibt, muss Manager Horst Heldt die ausgehandelte Kaufoption ziehen, die zwischen drei und dreieinhalb Millionen Euro liegt.



