Mit Kennet Eichhorn

KURIER formt eine eigene WM-Elf aus Ost-Profis

Im aktuellen WM-Kader Deutschlands gibt es nur einen Profi mit Ost-Wurzeln. Der KURIER stellt deshalb eine eigene Ost-Elf für die WM auf.

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Maximilian Beier (l.) träumt als einziger ostdeutscher Profi vom WM-Pokal.
Maximilian Beier (l.) träumt als einziger ostdeutscher Profi vom WM-Pokal.Jan Huebner/imago, Matthias Koch/imago

Am Sonntag (19 Uhr MESZ) startet die deutsche Nationalmannschaft gegen Curaçao in die Fußball-Weltmeisterschaft. 26 Spieler hat Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko nominiert. Auffallend: Es ist nur ein Profi dabei, der seine Wurzeln im Osten hat: Maximilian Beier (23) von Borussia Dortmund. Der Offensivmann stammt aus Brandenburg an der Havel.

2014 gab es auch nur einen DFB-Profi aus dem Osten

Nur ein Ost-Spieler – ungewöhnlich ist das nicht. Auch 2014 kam nur ein Weltmeister aus dem Osten: Toni Kroos (Greifswald). Bei der WM 1994, der ersten nach der Wiedervereinigung, bildeten die Ex-Dresdner Matthias Sammer und Ulf Kirsten das „Ost-Duo“.

Gibt es einfach zu wenig Top-Spieler aus der ehemaligen DDR? Der KURIER hat eine Ost-WM-Elf mit Profis zusammengestellt, die ihre Wurzeln in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern haben – eine Herausforderung.

Berliner Spieler müssen ihre Ausbildung im Osten begonnen haben. Deswegen findet ein Akteur wie U21-Nationalspieler Aljoscha Kemlein vom 1. FC Union keine Berücksichtigung. Er hat bei den Berliner Amateuren in Kreuzberg das Kicken gelernt.

Und apropos Union: Bei den Eisernen kommt kein Spieler für eine Ost-WM-Elf infrage. Gleiches gilt für RB Leipzig, den anderen Verein aus dem Osten. Von den Zweitligisten Magdeburg und Dresden schafft es nur ein Akteur in den 26er-Kader des KURIER – und das ist Sturm-Oldie Stefan Kutschke (37), der gerade seine Laufbahn beendet hat …

Kennet Eichhorn war in der zurückliegenden Saison der Berliner Überflieger. Mit 16 Jahren wurde er zum Stammspieler bei Hertha BSC.
Kennet Eichhorn war in der zurückliegenden Saison der Berliner Überflieger. Mit 16 Jahren wurde er zum Stammspieler bei Hertha BSC.O.Behrendt/imago

Aber: Mit dem Bernauer Kennet Eichhorn (16), der von Hertha nach Leverkusen wechselt, ist eines der größten Talente im deutschen Fußball dabei. KURIER-Bundestrainer ist der gebürtige Leipziger Marco Rose (49), der in der neuen Saison den Premier-League-Klub Bournemouth übernimmt. Angeführt wird die Mannschaft von Kapitän Leverkusener Robert Andrich (31). Hier der Kader nach Position sortiert in alphabetischer Reihenfolge. Es ist eine Spielerei.

Marco Rose könnte der Bundestrainer des Ost-WM-Mannschaft sein.
Marco Rose könnte der Bundestrainer des Ost-WM-Mannschaft sein.Christian Schroedter/imago

Tor: Ron-Torben Hoffmann (Verein: Braunschweig/Geboren: Rostock), Julian Krahl (Kaiserslautern/Forst), Kevin Müller (Schalke/Rostock).

Defensive: Robert Andrich (Leverkusen/Potsdam), Maximilian Arnold (Wolfsburg/Riesa), Kennet Eichhorn (Hertha BSC/Bernau), Paul Jaeckel (Münster/Eisenhüttenstadt), Tom Krauß (1. FC Köln/Leipzig), Arne Maier (Ujpest FC/Ludwigsfelde), Luca Netz (Nottingham Forest/Berlin), Philipp Sander (Mönchengladbach/Rostock), Tim Siersleben (Heidenheim/Magdeburg), Felix Uduokhai (Besiktas Istanbul/Annaberg-Buchholz), Lukas Ullrich (Mönchengladbach/Berlin).

Offensive: Maximilian Beier (Dortmund/Brandenburg an der Havel), Leonardo Bittencourt (Bremen/Leipzig), Moritz Broschinski (FC Basel/Finsterwalde), Tim Kleindienst (Mönchengladbach/Jüterbog), Stefan Kutschke (Dynamo Dresden/Dresden), Linton Maina (1. FC Köln/Berlin), Merlin Röhl (Everton/Potsdam), Kevin Schade (Brentford/Potsdam), Armindo Sieb (Mainz/Halle), Steven Skrzybski (Kiel/Berlin), Noah Weißhaupt (Hannover/Rostock), Marten Winkler (Hertha/Frankfurt/Oder).

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Wie weit würde diese Ost-Mannschaft bei der Weltmeisterschaft kommen? Bitte schreiben Sie uns:leser-bk@berlinerverlag.com