Dieses imposante Gemälde steht bei „Bares für Rares“ zum Verkauf. ZDF

„Das ist ein unfassbar eindrucksvolles Gemälde“, meint „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter, dem fast die Kinnlade runterfällt. Er hat im Laufe der Jahre in seiner ZDF-Trödelshow ja schon einige außergewöhnliche Kunstwerke gesehen. Aber das hier gehört mit Sicherheit zu den absoluten Highlights. Und das nicht nur, weil es eben so eindrucksvoll ist. Vor allem das Bietergefecht – ach was, die Bieterschlacht – bleibt wohl noch lange in Erinnerung. Nur so viel vorweg: Es war ein Verkaufsdrama in 34 Akten und am Ende gab es eine Überweisung, weil das Bargeld nicht reichte.

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„Es hing 40 Jahre im Wohnzimmer. Aber die Zeit verändert sich und das Mobiliar verändert sich. Deshalb wollen wir uns vom Bild trennen, weil es für uns nicht mehr zeitgemäß ist“, erklärt Klaus Schenk, der das wirklich riesige Gemälde zusammen mit seiner Frau Karin zu „Bares für Rares“ bringt.

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Ein wirklich riesiges Gemälde bringen die Kandidaten mit zu „Bares für Rares“. ZDF

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Nicht mehr zeitgemäß oder doch ein echtes Sammlerstück? Gallerist Colmar Schulte-Golz weiß mehr. „Das fantastische Gemälde, das wir hier sehen dürfen dank Ihnen, ist ein wirklich herausragend schönes Stück. Es zeigt nämlich nicht nur eine Landschaft, die wahrscheinlich in den norwegischen Fjorden beheimatet ist, sondern auch eine Szene, wie die Bewohner dieser Gegend mit den Elementen ringen müssen“, erklärt der Fachmann.

„Bares für Rares“-Experte schwärmt vom Riesen-Gemälde

Genau das sei im 19. Jahrhundert, als das Bild entstand, ganz besonders beliebt gewesen – vor allem bei vornehmen Städtern. Die hätten sich eine Landschaft gewünscht, die die raue Natur in ihrer unbezwingbaren Schönheit zeigt. Also genau das, was auf dem großformatigen Bild zu sehen ist.

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Die Gewalt der Natur wird auf dem Gemälde, das bei „Bares für Rares“ einen neuen Besitzer finden soll, eindrucksvoll dargestellt. ZDF

„Das Bild ist eine Zusammenstellung von alledem, was in den Genres Genremalerei und Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert en vogue war“, verrät Colmar Schulte-Golz.

Man sieht Fischer, die bei sehr, sehr bewegtem Wasser gerade noch das rettende Ufer erreichen und gerade versuchen, das Boot festzumachen. Man sieht den Einfluss des Lichtes, sieht Schatten. Das Bild ist besonders dreidimensional und tiefenräumig gemalt.

Das Bild sein in Öl auf vorgrundierter Leinwand gemalt, verrät der „Bares für Rares“-Experte noch. „Man merkt, dass dieser Herman Otto Herzog ein Künstler war, der relativ viel produziert hat. Diese Leinwand ist auf dem großen Keilrahmen aufgespannt. Das Bild ist signiert. Es gibt einen originalen Rahmen. Der Künstler war in seiner Zeit auch im Ausstellungsbetrieb gut vertreten“, meint Colmar Schulte-Golz. Mitte der 1860er- bis 1870er-Jahre sei das Bild gemalt worden.

„Bares für Rares“-Experte Colmar Schulte-Golz schwärmt für das tolle Gemälde mit der rauen See. ZDF

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Der Rahmen sei stark restaurierungsbedürftig, da müsse man jede Menge an Säuberungen vornehmen und dann den Grund wieder festigen. Der Aufwand dafür sei groß. „Der Zustand des Bildes braucht auch etwas Überarbeitung. Vor allem da, wo der Rahmen in der letzten Zeit nicht mehr montiert war, sieht man Abdrücke. Alles muss gereinigt werden, das ist aber alles gut zu tun. Ansonsten ist das Bild für sein Alter in einem sehr guten Zustand.“

Bleibt die Frage nach dem Wunschpreis. „Ich denke 12.500 Euro ist unser Gedanke“, verrät Kandidat Klaus Schenk. Das ist mal eine Ansage. „Das Bild ist nicht im allerallerbesten Zustand. Ich schätze diese Arbeit auf 8.000 bis 8.500 Euro“, meint der „Bares für Rares“-Experte.

Im „Bares für Rares“-Händlerraum sorgt das Gemälde für Begeisterung. ZDF

„Also mich fasziniert der Zustand“, platzt es aus Fabian Kahl heraus, als er das Gemälde im Händlerraum zum ersten Mal sieht. „Mich fasziniert die Plastizität“, meint Kollege Julian Schmitz-Avilla. „Aber in dem Moment willst du nicht im Boot sitzen“, kontert Fabian Kahl. Aber nicht nur die beiden haben offensichtlich großes Interesse an dem imposanten Werk.

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Bieterschlacht bei „Bares für Rares“-Händlern

Das Startgebot von Fabian Kahl liegt aber nur bei 1000 Euro. Doch alle Kollegen steigen ins Bietergefecht mit ein und schon liegt der Preis bis 1800 Euro. Es geht weiter hin und her. „Was meinen Sie zu 4100 Euro?“, will Julian Schmitz-Avilla zwischenzeitlich wissen. Doch die Antwortet wartet Fabian Kahl nicht ab – er überbietet seinen Kollegen erneut.

Bei 4600 Euro kommt die Nachfrage erneut. „Die Expertise war anders. Deutlich höher“, meint der Kandidat. Bei 5600 Euro, wieder geboten von Julian Schmitz-Avilla, steigt Fabian Kahl aus. 34 Gebote wurden bis zu diesem Zeitpunkt abgegeben. Das ist absolut rekordverdächtig bei „Bares für Rares“.

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„Bares für Rares“-Händler Julian Schmitz-Avilla kann nur einen Teil des Preises anzahlen, den Rest überweist er per Blitzüberweisung. ZDF

Klaus Schenk ist einverstanden, auch wenn die Expertise noch ein ganzes Stück höher lag. Viel Geld bekommt er für sein Erbstück aber trotzdem. Satte 5600 Euro, die Julian Schmitz-Avilla nicht bar bezahlen kann. „Ich würde 1600 Euro anzahlen und den Rest per Blitzüberweisung machen“, meint er und trommelt vor Freude auf den Tisch.

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Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.