Krankenschwester Margarete fand den Ring in der Sofaritze und kam damit jetzt zu „Bares für Rares“.
Krankenschwester Margarete fand den Ring in der Sofaritze und kam damit jetzt zu „Bares für Rares“. ZDF

Manchmal sind es gar nicht die Fundstücke selbst, die Horst Lichter und seine Zuschauer in der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“  zum Staunen bringen. Manchmal ist es die Geschichte zum Produkt, die die Kandidatinnen und Kandidaten zu erzählen haben. So war es auch bei diesem Diamantring. Er kam wirklich durch ungewöhnliche Umstände zu „Bares für Rares“.

Fundstücke gibt es bei Horst Lichter auf dem „Bares für Rares“-Expertentisch ja oft zu bewundern. Sie stammen dann gerne vom Dachboden oder vom Flohmarkt. Doch manchmal schlägt der Zufall noch viel verrückter zu. 

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So landete der Ring auf dem „Bares für Rares“-Expertentisch

Vielleicht war es ja auch eine Eingebung. Wie auch immer, es hat sich für Kandidatin Margarete gelohnt. Und wie! 

„Meine Schwester hat einen alten Oma-Sessel geschenkt bekommen. Der wäre sonst wahrscheinlich im Sperrmüll gelandet“, beginnt die Krankenschwester aus Wesel die Geschichte zu dem Ring. Dann setzte sie sich probeweise hinein - und fand in der Seitenritze alte, vertrocknete Süßigkeiten. Igitt! 

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Der Ring landete bei „Bares für Rares“.
Der Ring landete bei „Bares für Rares“. ZDF

Wenig später sollte der Sessel von einer Schreinerei abgeholt werden, um ihn zu restaurieren. „Dann hat meine Schwester noch mal dringesessen. Sie sagte, hoffentlich kommen die gleich ...“ Und dann hatte Margarete vielleicht wirklich die besagte Eingebung.

Aus Spaß antwortete sie: „Erst musst du den Brillanten da rausholen.“ Dann passiert das Unglaubliche: „Meine Schwester fasste wirklich in andere Seite hinein - und zog diesen Ring heraus!“

Horst Lichter: „Das glaubt ja kein Mensch“

Jetzt entgleiten sogar Horst Lichter die Gesichtszüge. „Nein! Das glaubt ja kein Mensch, wenn man das so erzählt!“ Expertin Wendela Horz ist ebenfalls fassungslos: „Verrückt!“

Margarete versteht die Zweifel: „Das ist schon seltsam, ja.“ Die ursprüngliche Besitzerin des alten Sessels hätten sie um Erlaubnis gebeten, den Ring jetzt bei „Bares für Rares“ anzubieten. Und was ist das nun für ein Schmuckstück? 

Der Ring aus den 1970er-Jahren ist aus Weißgold gearbeitet, gekrönt wird er von einem Diamant im Brillantschliff mit 1,2 Karat. „Wir haben eine gute Farbe, aber es ist eine Piqué-2-Qualität. Es gibt deutlich erkennbare Einschlüsse.“ Das findet die Expertin aber nicht wirklich tragisch: „Es ist eben ein Naturprodukt.“

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Da staunte die „Bares für Rares“-Expertin: Der Diamant im Brillantschliff hatte 1,2 Karat.
Da staunte die „Bares für Rares“-Expertin: Der Diamant im Brillantschliff hatte 1,2 Karat. ZDF

„Vielleicht 600 Euro“, erhofft sich Margarete für den Ring. Expertin Wendela Horz sieht das ganz anders. Bis zu 5000 Euro könne man für das Schmuckstück erzielen, sagt sie. „Ein toller Fund. Ich kann nur gratulieren.“ Horst Lichter ist beinahe sprachlos: „Das ist natürlich eine sensationelle Überraschung!“

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So reagieren die „Bares für Rares“-Händler

Zunächst nimmt Fabian Kahl den Ring unter die Lupe: „Die Farbe ist toll!“ Elke Velten meckert: „Aber Piqué.“ Kahl lässt sich aber nicht beirren: „Aber die Farbe ist toll.“ Velten: „Trotzdem bleibt das Piqué.“ (Piqué bedeutet, dass der Stein Einschlüsse und Unreinheiten aufweist). Kahl mag es nicht hören: „Ist ja auch stellenweise lupenrein.“

Schnell steigen die Gebote auf 2100 Euro. Dann stockt das Bietergefecht. Die Verkäuferin muss auf die deutlich höhere Expertise verweisen. Elke Velten ist überrascht: „5.000 Euro für einen Piqué-Stein?“ Trotzdem erhöht sie noch auf 2500 Euro. „Aber ich glaube, dann bin ich raus.“

„Bares für Rares“-Händlerin Elke Velten kaufte den Ring für 2700 Euro.
„Bares für Rares“-Händlerin Elke Velten kaufte den Ring für 2700 Euro. ZDF

Bei 2700 Euro werden sich die Händlerin und Margarete schließlich einig. Und Fabian Kahl fasst die Geschichte wohl am besten zusammen: „Da hat sich der Griff in die Stuhlritze doch gelohnt.“