„Bares für Rares“-Experte Sven Deutschmanek kent das Küchenutensil. ZDF

Manchmal finden auch kuriose Alltagsgeräte aus längst vergangener Zeit ihren Weg zur ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“. Dann ist meist das Rätselraten groß: Wofür hat man das wohl benutzt? So war es auch in diesem Fall... aber – der Experte und Horst Lichter wussten Rat. 

Für Verkäufer Hans-Peter aus Ahausen stand jedenfalls fest: „Einige Museen wären erfreut, wenn sie so ein Stück hätten.“ Doch ob sein mitgebrachtes Utensil wirklich so alt und wertvoll ist, musste natürlich zunächst am Expertentisch geklärt werden. Moderator Horst Lichter konnte jedenfalls die Zuschauer überraschen. Er erkannte das „tolle Ding“ nämlich sofort. Vermutlich liegt es an seiner Vorgeschichte als Koch. 

Horst Lichter: „Ich weiß, wofür das ist“

„Du wirst lachen, aber ich weiß, wofür das ist“, strahlt Horst Lichter dann auch seinen Experten Sven Deutschmanek an. Der Moderator meint ein seltenes Küchengerät erkannt zu haben – aus alten Zeiten. Das Besondere: Es hat eine Redewendung geprägt, die bis heute noch gebräuchlich ist. 

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„Bares für Rares“-Verkäufer Hans-Peter aus Ahausen (rechts) hat eine Seltenheit mitgebracht. ZDF

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„Einen Zahn zulegen“ solle man, fordert deshalb Experte Deutschmanek auch sofort. Er interessiert sich für die Geschichte des Verkäufers über die Herkunft. Der hat das Gerät Objekt bei einer Haushaltsauflösung gekauft. „Ich sammele alte Dinge und versuche, sie zu erhalten“, sagt Hans-Peter aus Ahausen. 

„Bares für Rares“-Experte erklärt den Kesselhaken

Dann sorgt der Experte erst einmal für Aufklärung: Es handele sich um einen alten Kesselhaken, „der früher genutzt wurde, um den Abstand zwischen Kessel und Feuerstelle zu erweitern oder zu verkürzen“. Das Essen sei schneller gar geworden, wenn ein „Zahn zugelegt wird“ und der Kessel damit näher an die Feuerstelle rückt. So entstand das geflügelte Wort, das sich bis heute erhalten hat. 

Kesselhaken sind schon seit dem Mittelalter bekannt. Das handgeschmiedete Exemplar stammt laut Punzierung von 1812. Von daher könne es tatsächlich in ein Museum passen, so Deutschmanek. „Wow“, staunt Horst Lichter über das hohe Alter des Küchenstücks, dessen Zustand der Experte „ausgesprochen gut“ nennt. 

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„Bares für Rares“: Kesselhaken sind seit dem Mittelalter bekannt. ZDF

Für das seltene Küchenutensil wünscht sich der Verkäufer deshalb auch 400 Euro. Experte Deutschmanek schätzt es sogar auf auf 500 Euro. Und Horst Lichter hat gleich einen Händler im Kopf, bei dem er großes Interesse vermutet. Den Namen will er aber nicht verraten. 

„Bares für Rares“-Händler: Ich muss das haben!

Gedacht hat Lichter vermutlich an Friedrich Häusser. Denn der Händler gibt sofort zu: „Ich habe eine schwarze Küche. Ich muss das haben!“ Auf Nachfrage seines Kollegen Christian Vechtels erklärt er dann auch, was eine „schwarze Küche“ ist: ein großer Raum mit offener Feuerstelle. Durch die starke Rauchbildung werde die Küche immer dunkler.

Zum Glück für den Verkäufer ist aber auch Händler Roman Runkel an dem „tollen Teil“ interessiert. DAs bietergefacht treibt den Preis schnell in die Höhe. Das höchste Gebot von 450 Euro kommt von Häusser. Doch nach der Expertise ist dem Verkäufer ist das zu wenig. er hat eine neue Schmerzgrenze: 500 Euro.

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Hans-Peter aus Ahausen bekommt am Ende seinen Wunschpreis vom „Bares für Rares“-Händler. ZDF

Und darauf beharrt Hans-Peter jetzt auch. Während Runkel einen Rückzieher macht, ist Häusser schließlich auch bereit, 500 Euro auf den Tisch zu legen. „Damit machen sie mir eine große Freude“, strahlt der Händler. Verkäufer Hans-Peter hat am End enur noch eine Bitte: Er hätte gern ein Foto von seinem Haken in Häussers schwarzer Küche. Abgemacht!