Es gibt Gerichte, die könnte man ständig essen – auch, weil es sie in so vielen verschiedenen Varianten gibt. Dazu gehört ohne Zweifel Kartoffelsalat. Manche mögen ihn lieber als Kartoffelsalat mit Ei. Andere lieben erzgebirgischen Kartoffelsalat, bei dem zum Rezept unter anderem Fleischsalat gehört. Heute zeigen wir Ihnen eine Variante, die Sie garantiert nicht kennen, wenn Sie nicht zufällig aus Thüringen kommen: Kartoffelsalat Rennsteig-Art. Den mochte offenbar sogar DDR-Koch Kurt Drummer – und verewigte ihn in einem seiner Rezeptbücher. Wir verraten, wie der besondere Salat mit Thüringer Geschichte zubereitet wird.
Was steckt im Kartoffelsalat Rennsteig-Art?
Beim Kartoffelsalat Rennsteig-Art handelt es sich um einen Kartoffelsalat, der sogar warm gegessen werden kann, weil er mit einer Brühe zubereitet wird. Direkt nach der Zubereitung können Sie diesen Salat servieren und genießen.
Wer mag, kann ihn aber auch abkühlen lassen und ihn kalt genießen. Hinein kommen übrigens nicht viele Zutaten: Sellerie, Zwiebeln, Äpfel und natürlich Kartoffeln sind die Hauptzutaten, verschiedene Gewürze sorgen für den ganz besonderen Geschmack.
Warum der Kartoffelsalat Rennsteig-Art nach dem Rennsteig, dem berühmtesten Thüringer Wanderweg, benannt ist, geht aus dem Rezept leider nicht hervor. Es ist ein Geheimnis, das Kurt Drummer, der Starkoch der DDR, für sich behalten hat.
Im Gegensatz zur Servierempfehlung: „Dieser Salat schmeckt ausgezeichnet zu Thüringer Rostbratwurst und Rostbrätel“, ist beim Rezept notiert. Aber irgendwie konnte man sich das bei einem Kartoffelsalat aus Thüringen auch schon denken … Hier kommt das Rezept für den fabelhaften Salat – zum Nachmachen am Wochenende!
Zutaten für Kartoffelsalat „Rennsteig-Art“
Sie brauchen: 750 g Kartoffeln, 3 Äpfel, ¼ Knolle Sellerie, 2 Zwiebeln, 250 ml Fleischbrühe, 100 g Speck, 1 Bund Petersilie, Salz, Pfeffer, Essig, Zucker, Speisewürze
Zubereitung: So geht der Kartoffelsalat „Rennsteig-Art“
Zuerst müssen Sie die Kartoffeln für den Kartoffelsalat Rennsteig-Art kochen – Sie können klassische Pellkartoffeln zubereiten, die Kartoffeln vor dem Kochen aber auch gern schälen. Ob die Kartoffeln gar sind, können Sie mit einem einfachen Messer überprüfen. Es gilt der Grundsatz: Wenn eine aufgespießte Kartoffel von selber wieder von der Klinge eines Messers rutscht, ist sie gar. Bleibt sie stecken, sollte sie noch etwas kochen. Anschließend gießen Sie die Kartoffeln ab und lassen sie abkühlen.

In der Zwischenzeit bereiten Sie die Brühe für den Kartoffelsalat Rennsteig-Art vor, würzen Sie sie mit Salz, Pfeffer, etwas Zucker und einem Spritzer Essig. Die Äpfel und der Sellerie werden geschält und in feine Streifen geschnitten. Die Zwiebeln werden geschält und fein gehackt. Den Speck schneiden Sie in feine Würfel, dann lassen Sie ihn in einer Pfanne aus. Nun geben Sie die Kartoffeln in eine große Schüssel. Übergießen Sie sie mit der heißen Brühe und rühren Sie alles gut durch. Dann geben Sie Äpfel, Zwiebeln, Sellerie und den ausgelassenen Speck dazu und verrühren Sie alles gut.



