Dunkle Sonnenblumenkerne fressen alle Vögel gern. Sie sind die perfekte Grundlage, wenn man Vogelfutter selber macht. imago images/blickwinkel

Es wird kalt draußen. Je niedriger die Temperaturen sind, desto mehr sind unsere heimischen Vögel auf Hilfe bei der Futtersuche angewiesen. Wer Vögel auf dem Balkon oder im Garten füttern will, macht das Futter am besten selber. Wir verraten, wie das geht und warum das total sinnvoll ist.

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Warum sollte man Vogelfutter selbst machen?

Der entscheidende Grund, warum man Vogelfutter am besten selber macht, ist einfach und logisch zugleich: Man weiß, was drin ist. „Meisenknödel aus dem Handel sind oft schlecht verarbeitet und haben keine ausreichende Qualität“, meint der Naturschutzbund Nabu. Je billiger das Vogelfutter, desto minderwertiger ist häufig auch das verwendete Fett. „Außerdem liegt der Wasseranteil in den günstigen Produkten meist viel zu hoch, die Knödel werden hart und von den Vögeln verschmäht“, erklärt der Nabu.

Auch ein Problem: Die Netze vieler Meisenknödel können zu fiesen Fußfallen für Vögel werden. Es besteht die Gefahr, dass die Vögel in ihnen hängenbleiben. Wer das Vogelfutter selbst macht, kann das vermeiden.

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Warum sollte man Vögel überhaupt mit Futter versorgen?

Immer mehr Vögel brüten in Deutschland nur noch unregelmäßig oder verschwinden ganz. Hatten Oma und Opa noch ein ganzes Vogelkonzert vor dem Haus, sind die Stimmen der Singvögel deutlich leiser geworden. Der Grund: Artenschwund. Durch intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen wird der Lebensraum vieler Vögel immer mehr eingeengt. Wer den Vögeln ein Vogelhaus hinstellt, hilft ihnen, besser durch den Winter zu kommen und sich auch in der Brutzeit besser zu ernähren.

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Wann sollte man Vögel im Garten oder auf den Balkon füttern?

Vögel füttern kann man prinzipiell das ganze Jahr über. Der Nabu empfiehlt aber, die Fütterung vor allem im Winter durchzuführen, also von November bis Ende Februar. Denn gerade wenn im Frühjahr junge Vögel das Licht der Welt erblicken, kann das typische Winter-Vogelfutter ihnen sogar schaden.

Sie werden natürlicherweise von ihren Eltern in den ersten Wochen ausschließlich mit frischen, proteinreichen Insekten gefüttert. „An großen Erdnuss-Bruchstücken oder ganzen Sonnenblumenkernen können Jungvögel ersticken. Fettreiches Futter ist für sie schwer zu verdauen“, warnt der Nabu.

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Eine Blaumeise hat bereits ihre Futterquelle für den Winter gefunden: Eine mit selbstgemachtem Vogelfutter gefüllte Kokosnuss. Roland Weihrauch/dpa

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Vogelfutter als Meisenknödel selber machen – so geht’s

Sie brauchen: etwa 150 Gramm Fett (z.B. Rindertalg vom Metzger oder Kokosöl) pro Futterglocke. Rund 150 Gramm Körnermischung pro Futterglocke. Dunkle Sonnenblumenkerne fressen alle gern. Auch ungesalzene Erdnüsse eignen sich, genau wie Haferflocken oder Rosinen. Ein Stück Kordel und einen kleinen Zweig brauchen Sie außerdem.

Und so geht’s: Erwärmen Sie das Fett (Rindertalg im Topf, Kokosöl auf der Heizung). Geben Sie die Körnermischung hinein. Formen Sie das erkaltende, aber noch formbare Gemisch zu Knödeln. Beim Formen arbeiten Sie am besten gleich das Seil mit ein, mit dem Sie später die Meisenknödel aufhängen können.

Vogelfutter in der Tasse – so geht’s

Sie können Vogelfutter auch super in einer alten Tasse servieren. Je nach Größe der Tasse mischen Sie Fett und Körner in etwa im Verhältnis eins zu eins. Streichen Sie die noch weiche Masse in eine alte Tasse und stecken Sie einen kleinen Zweig oder einen Teelöffel hinein. Lassen Sie das Vogelfutter erhärten und hängen Sie die Tasse am Henkel auf.

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Vogelfutter mit Ausstechern selber machen – so geht’s

Stellen Sie Vogelfutter aus einer Fett-Körner-Mischung her. „Wer Kokosfett als Grundlage nimmt, kann sich das Verflüssigen auf der Herdplatte sparen. Kokosfett wird bei Zimmertemperatur weich. Wenn man das Fett eine Weile vor der Verarbeitung auf die Heizung legt oder länger in einem warmen Raum liegen lässt, wird es so weich, dass man es prima mit den Händen bearbeiten und mit den Körnern vermengen kann“, rät der Nabu.

Dann mischt man einfach Körner, Rosinen und Co. unter – Körner und Fett nimmt man etwa im Verhältnis 1:1 – und streicht die Masse in Ausstechformen. Dann fädelt man noch einen Schnur mit einer Nadel durch die noch weiche Masse, an der man die Futter-Formen aufhängen kann.

Tipp: Um die Masse gut aus den Backformen zu bekommen, können Sie die Form leicht mit einem Feuerzeug erhitzen. Dadurch wird das äußere Fett weich und die Futterfigur lässt sich einfach lösen.