Dank ihrer farbenfrohen Blüten sind Orchideen besonders beliebt, obwohl sie als sehr empfindlich gelten. imago/Shotshop

Sie sind verdammt farbenfroh und einfach wunderschön: die Blüten der Orchideen. Kein Wunder, dass diese Pflanze ein beliebtes Geschenk ist und als gern gesehener Gast viele Zimmer schmückt. Nur in ihrer Pflege sind Orchideen leider sehr anspruchsvoll. Doch mit ein paar einfachen Tipps und Tricks hat Ihre Blume ein paar prächtige Blüten – auch wenn Sie keinen grünen Daumen haben.

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Wie gießt man die Orchidee richtig?

Wer seinen Orchideen etwas Gutes tun will, gießt sie mit aufgefangenem Regenwasser. Allgemein mögen Orchideen eher weiches Wasser, das wenig Kalk enthält. Wichtig ist auch, dass das Wasser beim Gießen möglichst lauwarm ist. Beim Orchideen-Gießen ist weniger mehr. Staunässe können Orchideen gar nicht leiden. Fangen die Wurzeln erst mal an zu faulen, kann man die Pflanze in der Regel nicht mehr retten. Statt einer Gießkanne verwenden Sie lieber eine Sprühflasche und benetzen damit ausschließlich das Substrat und die Wurzeln, nicht die Blätter!

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Profi-Tipp: Hohe, schlanke Töpfe aus Glas sind für Orchideen optimal. In speziellen Orchideengefäßen ist meist eine Stufe eingefügt, auf der die Pflanze aufsitzt. So kann überschüssiges Wasser abfließen. Das ist besonders wichtig, denn so werden Staunässe und Wurzelfäule vermieden.

Wenn der Übertopf dann noch durchsichtig ist, haben die Pflanzen perfekte Bedingungen. Denn so kommt an die Wurzel Licht, was wiederum eine Fotosynthese ermöglicht. Denn im Gegensatz zu anderen Pflanzen, bei denen das für die Umwandlung von Wasser und Kohlenstoffdioxid in Glucose und Sauerstoff verantwortliche Chlorophyll in den Blättern enthalten ist, kommt es bei Orchideen in den Wurzeln vor.

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Wie schneidet man die Orchidee richtig?

Sobald die Blüten Ihrer Orchidee weg sind, sollten Sie die ausgetrockneten Triebe kurz über dem dritten Hüllblatt mit einer scharfen Schere zurückschneiden, rät Pflanzenspezialist Compo. Bei einigen Orchideen-Sorten wachsen an einem Stängel erneut Blüten. 

Beachten Sie dabei, die Stängel so lange an der Pflanze stehen zu lassen, bis sie vollständig eingetrocknet sind. Erst dann dürfen Sie sie bis ins „Grüne“ zurückschneiden.

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Profi-Tipp: Topfen Sie Ihre Orchidee alle zwei Jahre um. Das geht am besten im Frühjahr. Kneten Sie den Kunststofftopf leicht, damit sich die Wurzeln lösen. Befreien Sie die Wurzeln vorsichtig und vollständig von altem Substrat. Schneiden Sie alte, vertrocknete oder verfaulte Wurzeln ab.

Füllen Sie den neuen Topf mit speziellem, grobem Orchideensubstrat – dient der Pflanze hauptsächlich zum Festhalten und ermöglicht gleichzeitig eine gute Belüftung der Wurzeln –, setzen Sie die Pflanze ein und füllen Sie den Topf zwischen den Wurzeln auf. Wichtig: Nehmen Sie niemals herkömmliche Blumenerde. Gießen Sie die Pflanze frühestens am darauffolgenden Tag und warten Sie nach dem Umtopfen drei Wochen bis zur nächsten Düngung.

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Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks hat auch Ihre Orchidee ein paar prächtige Blüten. imago/Shotshop

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Wie düngt man die Orchidee richtig und welcher Standort ist geeignet?

Von Luft und Liebe allein wachsen und gedeihen Orchideen leider nicht. Aber wer sie gut pflegt, wird große Freude an der farbenfrohen Blüte der Pflanze haben. Zur richtigen Pflege gehört auch das Düngen. Ohne geht es (fast) nicht. Düngen Sie daher während der Wachstums- und Blütezeit regelmäßig mit einem speziellen Dünger, der auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt ist.

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Profi-Tipp: Neben dem gezielten Düngen ist auch der richtige Standort entscheidend, damit es der Orchidee gut geht. Sie mag auf keinen Fall direkte Sonne, denn ihre Blätter bekommen leicht einen Sonnenbrand (zu erkennen an eingetrockneten hellbraunen Flecken). Trockenschäden können übrigens auch durch trockene Heizungsluft entstehen. Direkt über der Heizung ist sie deshalb im Winter auch nicht gut aufgehoben.