Den Weihnachtsbaum kann man auch mieten. dpa/Marks

Zig Millionen Nadelbäume landen nach dem Fest auf dem Müll. Haben Sie je darüber nachgedacht, es einfach mal anders zu machen? Ja, Weihnachtsbäume kann man auch mieten. Und das Beste dabei: Die Pflanze „überlebt“!

Das Umwelt- und Klimabewusstsein ist überall gestiegen. Wir vermeiden Plastik, kaufen mehr Bio, fahren mehr Fahrrad, aber jedes Jahr zum Fest beginnt dann doch das alte Ritual: Den Weihnachtsbaum kaufen wir gerne beim Baumarkt oder beim Stand um die Ecke und nach Neujahr sind wir froh, wenn wir die nadelnde Baumleiche möglichst leicht wieder loswerden … 

Es geht aber auch anders: Weihnachtsbäume zum Mieten sind nachhaltiger. Und so geht es.

Lesen Sie auch: Gemüsepulver: Ist DIES das neue Superfood oder ist es sogar gesundheitsschädlich? >>

Vielen macht zu schaffen, dass sie für diesen schönen Anblick einen Baum „töten“. AP/Evan Vucci

Weihnachtsbaum im Topf mieten?

In den letzten Jahren hat sich bereits der Trend verbreitet, einen Baum mit Wurzeln zu kaufen und ihn nach Weihnachten wieder einzupflanzen. Das Problem: Nicht jeder hat einen eigenen Garten und selbst wenn: Der Baum kann nicht ein zweites Mal ausgegraben werden. Das übersteht er nämlich nicht. So würde sich also nach und nach ein kleiner Wald mit Tannen oder Fichten im Garten ansammeln. Auf Dauer also auch keine Lösung … 

Den Weihnachtsbaum zu mieten, könnte deshalb die bessere Idee sein. Und dafür gibt es immer mehr Angebote. 

Lesen Sie auch: Vogelfutter selbst machen: Drei Rezepte und Ideen, wie Sie Vögel im Winter füttern können >>

Wo kann ich einen lebenden Tannenbaum mieten?

Anbieter sind vor allem lokale Baumschulen und regionalen Förstereien. Inzwischen haben aber auch Versandunternehmen und Eventagenturen das nachhaltige Geschäft mit dem Tannenbaum entdeckt.

Wer die Natur schonen will, sollte dabei aber auch bei Billig-Miet-Bäumen von Baumärkten und Discountern vorsichtig sein, raten Experten. Viele davon seien bereits beschädigt. Einen Baum „mietfähig“ zu machen, so dass er ein Wiedereinpflanzen übersteht, erfordere einfach einen gewissen Aufwand.

Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es natürlich sinnvoll, sich an lokale Anbieter zu wenden. Das ist auf dem Land aber einfacher als in der Stadt. Aber auch dort gibt es Möglichkeiten.

In Berlin bietet zum Beispiel weihnachtsbaum-mitte.de Nordmann-Tannen zum Mieten an. Die Besonderheit: Hier gibt es auch den „Schwiegermutter-Schreck“ – krumme Tannenbäume für kleines Geld.

Ebenfalls für die Region Berlin und Potsdam bietet wundertree.co Tannenbäume zur Miete an.

In Hamburg hat Rent-A-Plant mietbare Weihnachtsbäume im Angebot.

In der Region Paderborn gibt es schon seit einigen Jahren die Paderbäumchen zum Mieten.

Im Süden, genauer in München, Wien und Graz liefert Greentree.at Miet-Christbäume.

Es gibt auch überregionale Anbieter. Deutschlandweit macht zum Beispiel weihnachtsbaumfreunde.de sein Angebot.

Mit einer einfach Google-Suche finden sich kleinere, lokale Anbieter, die oft auch günstiger sind.

Lesen Sie auch: So gesund ist Senf: Hätten Sie gewusst, wie viele tolle Inhaltsstoffe die leckere Würzpaste hat? >>

Weihnachtsbaum zum Mieten – das sind die Preise

Apropos Kosten: Die variieren gewaltig und hängen natürlich auch von der Größe des Baums ab. Wir haben Miet-Gebühren zwischen 20 und 120 Euro gefunden.

Weihnachtsbaum im eigenen Garten einpflanzen

Und wenn Sie den Weihnachtsbaum doch lieber im eigenen Garten wieder einpflanzen wollen? Dann gibt es einiges zu beachten. Hier ein paar Tipps vom Experten:

Bei fast allen Anbietern können Sie den Baum wieder abholen lassen – oder behalten und selbst nach dem Fest einpflanzen.

Niels Reinke vom Bund deutscher Baumschulen rät, den Baum im Topf alle zwei bis drei Tage zu gießen. Die Erde darf auf keinen Fall austrocknen. Der Baum sollte nicht direkt am warmen Ofen oder an der Heizung stehen. Beim Dekorieren und Abhängen des Baumschmucks unbedingt vorsichtig sein, damit der Baum nicht beschädigt wird.

Lesen Sie auch: Noch auf der Suche nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk? Dann schauen Sie doch mal bei Bookstagram >>

Nach dem Fest muss der Weihnachtsbaum im Topf dann zunächst an die kühle Witterung im Garten gewöhnt werden. Ansonsten droht er zu erfrieren. Ratsam sei es daher, den Baum nach Weihnachten für ein paar Tage in einen kühlen, aber frostfreien Raum (zum Beispiel die Garage) zu stellen. Er sollte nur eingepflanzt werden, wenn der Boden nicht gefroren ist.