Senf ist nicht nur eine leckere Würzpaste, sondern dank seiner Senföle auch verdammt gesund. Imago/Shotshop

Bei einer Grillparty darf eine Zutat nie fehlen: Ganz egal, ob hier Vegetarier und Fleischesser speisen: der Senf. Die leckere Würzpaste gehört genauso zu einer aromatischen Thüringer Bratwurst – oder aber in seiner süßen Form auf einen krossen Grillkäse. Doch die Paste aus den kleinen, gelben Körnern ist nicht nur richtig lecker, sondern auch verdammt gesund – und das liegt an seinen zahlreichen hilfreichen Inhaltsstoffen. Doch was kann der Senf nun genau? Ein Überblick!

Senf als Virentöter

In Senfkörnern sind viele Inhaltsstoffe ganz natürlich enthalten. Dazu zählen auch auch die Senfölglykoside. Die schwefel- und stickstoffhaltigen chemischen Verbindungen sind verantwortlich für den scharfen und bitteren Geschmack der Senfkörner und kommen auch in Rettich oder Kohl vor. Doch ganz nebenbei töten diese Senfölglykoside nachweislich Bakterien, Pilze und Viren ab und wirken antioxidativ und entzündungshemmend. Eigentlich entwickelt die Senfpflanze die Senfölglykoside, um Schädlinge abzuhalten, verzehrt kommen sie nun auch dem menschlichen Organismus zu Gute.

Lesen Sie auch: Orchideen pflegen für prächtigste Blüten: Diese drei Profi-Tipps sollten Sie unbedingt beachten >>

Auf eine echte Thüringer Rostbratwurst gehört Senf - und nichts anderes. Imago/Schöning

Senf als Verdauungshilfe

Schon im eigentlich so dunklen Mittelalter wusste man: Senf hilft bei der Verdauung. 1960 wurde diese über die Jahrhunderte immer wieder erprobte Annahme dann auch noch einmal wissenschaftlich bestätigt. Das liegt an verschiedenen Senfölen, die die Produktion von Speichel, Magen- und Gallensaft aktivieren.

Senf zur äußeren Behandlung - auch bei Rheuma

Dass Senf antibakteriell und antiviral wirkt, wissen wir bereits. Doch wer die Würzpaste so gar nicht mag, muss nicht auf die Wirkung verzichten. So unterstützen Senfwickel bei Erkältungskrankheiten die Linderung der Beschwerden. Vor allem bei der Behandlung von Atemwegsinfektionen kommen daher Senföle zum Einsatz, die keimtötend und schleimlösend wirken.

Lesen Sie auch: Letscho wie in der DDR selber machen: So schmeckt die leckere ungarische Gemüse-Beilage genau wie früher! >>

Auch bei Rheuma können Senföle helfen. In Apotheken gibt es gar Senfpflaster zu kaufen, die Senfmehl enthalten und die Durchblutung anregen sollen.

Verschiedene Stoffe im Senf sind in Sachen Gesundheit echte Alleskönner. Imago/Shotshop

Senf als Krebsvorbeuge

Bei dieser These ist die genaue Betrachtung wichtig. Krebs heilen können nur Ärzte, keine Gewürze oder erst recht keine Zuckerkugeln – und wer das Gegenteil behauptet, ist in der Regel ein Betrüger. Dennoch können Stoffe, die in Senf vorkommen, die Entstehung von Krebs zumindest in der Theorie verhindern, wie aus einer Studie der Uni Freiburg hervorgeht.

Lesen Sie auch: Für Sandwiches, zum Grillen oder fürs Raclette: So machen Sie leckere Honig-Senf-Soße einfach selber! >>

In der Studie sollten Probenden über einen längeren Zeitraum jeden Tag 20 Gramm Senf verspeisen. Anschließend wurde ihnen Blut entnommen und das Blut mit krebsauslösenden Karzinogenen versetzt. Die Forscher konnten beobachten, wie die weißen Blutkörperchen der Senf-Gruppe die Karzinogene wesentlich besser bekämpfen konnten, als die Blutkörperchen der senflosen Kontrollgruppe.  Das gilt laut der Studie übrigens auch für solche Karzinogene, wie sie in gepökeltem Fleisch vorkommen.

Senf und die Kalorien

Im Gegensatz zu anderen Grill-Soßen wie dem klassischen Ketchup oder diversen Mischungen hat (zumindest scharfer) Senf wenig Kalorien, was vor allem am niedrigeren Zuckergehalt liegt. Süßer Senf hingegen hat nicht diesen Kalorien-Vorteil.

Lesen Sie auch: Fettige Haare loswerden: Mit diesen fünf Tricks sind strähnige Haare kein Problem mehr >>