Mega-Projekt

Neues Wasser-Paradies eröffnet Montag im Osten

In Brandenburg und Sachsen wächst Europas größte künstliche Wasserlandschaft. Fünf Seen werden zum riesigen Bade- und Bootsparadies nahe Berlin.

Author - Sebastian Karkos
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Blick vom Aussichtsturm „Rostiger Nagel“ auf den Sedlitzer See.
Blick vom Aussichtsturm „Rostiger Nagel“ auf den Sedlitzer See.Robert Michael/dpa

Deutschland schwitzt bei heißen Temperaturen, Menschen suchen Abkühlung. Und im Osten eröffnet Montag ein wahres Wassersportparadies: der Lausitzer Seenverbund.

Aus Tagebauen entsteht Europas größtes künstliches Seenrevier

Fünf große Seen an der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen wachsen erstmals zu einem riesigen, schiffbaren Revier zusammen. Badehose statt Bergbau! Aus ehemaligen Braunkohle-Tagebauen ist Europas größte künstliche Wasserlandschaft entstanden.

Das neue Highlight: Senftenberger, Geierswalder, Partwitzer, Sedlitzer und Großräschener See sind jetzt alle miteinander verbunden. Über neue Kanäle können Urlauber künftig auf rund 50 Kilometern Strecke per Boot oder Schiff unterwegs sein. Und das auf einer Wasserfläche von insgesamt 5.300 Hektar! Eine komplette Durchfahrt kann dabei bis zu zweieinhalb Stunden dauern.

Der Lausitzer Seenverbund könnte ein Quantensprung für den Tourismus in der Lausitz werden. Schon jetzt zählt die Region Hunderttausende Besucher pro Jahr, viele kommen aus Berlin, Dresden oder sogar aus dem Ausland. Wichtigster Auslandsmarkt für die Region ist Tschechien. Rund 23.000 Übernachtungen gingen auf Gäste aus Sachsens Nachbarland zurück. Polnische Gäste kamen auf 4399 Übernachtungen in der Region

Blick auf den Partwitzer See (vorn), den Geierswalder See (links hinten) und den Sedlitzer See.
Blick auf den Partwitzer See (vorn), den Geierswalder See (links hinten) und den Sedlitzer See.Robert Michael/dpa

Was Urlaubern geboten wird: Strände und beste Bedingungen für Badegäste und Wassersportler, dazu Radfahren, Skaten oder Erlebnistouren mit Quad und Jeep. Die Seen sind nicht nur ein Ziel für Tagestouren und Wochenendtrips, sondern könnten sich zu einer echten Urlaubsregion entwickeln. Und das praktisch vor der Tür, rund zwei Autostunden von Berlin entfernt.

Hinter der Idylle steckt ein gigantischer Kraftakt: Milliarden Kubikmeter Erde wurden bewegt, gewaltige Tagebaulöcher geflutet. Allein seit den 1990er-Jahren flossen fast eine Milliarde Euro in die Sanierung. Wo einst Bagger Kohle fraßen, glitzert heute Wasser.

Die Lausitz erfindet sich neu – und wird vom Kohlerevier zum Urlaubs-Hotspot.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Würden Sie auch mal Ihren Urlaub an den Lausitzer Seen verbringen? Bitte schreiben Sie uns:leser-bk@berlinerverlag.com