Ganz Deutschland schwitzt am Wochenende bei Temperaturen um 40 Grad, in Berlin und Brandenburg könnten sogar 41 Grad möglich sein. Auf die Backofen-Gluthitze folgt jetzt heftiges Donnerwetter. Unwetter mit lokalem Starkregen, Hagel und Sturm sind möglich, die besonders im Osten des Landes für gefährliche Wetterlagen sorgen können, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Auch Berlin und Brandenburg stehen im Fokus. Und das bei Temperaturen von bis zu 41 Grad!
Hitzerekorde und Tropennächte
Laut DWD könnten damit sowohl in Berlin als auch in Brandenburg Temperaturrekorde geknackt werden. Berlin schaffte einen neuen Höchstwert schon am Samstagnachmittag! 39,2 Grad wurden in der DWD-Station in Tempelhof gemessen. Der bisherige absolute Rekord für Berlin lag noch bei 38,9 Grad, am 7. August 2015 gemessen in Berlin-Kaniswall im Bezirk Treptow-Köpenick. In Brandenburg wurden am 19. Juni 2022 in Cottbus 38,9 Grad gemessen. Dabei handelt sich sowohl um den Junirekord als auch um den absoluten Rekord.
„Besonders belastend für die Menschen ist dabei die fehlende nächtliche Abkühlung, da erneut in vielen Landesteilen Tropennächte bevorstehen”, ergänzt der DWD. „Die Hitze setzt sich auch am Sonntag fort und erst am Montag kommt es zu einer Entspannung mit Temperaturen unter 30 Grad.”

Starkregen und kräftige Sturmböen drohen
„Die zweite Baustelle ist die nun auflebende Gewitter- und Unwettergefahr”, warnen die Meteorologen. Schon für den heutigen Samstag warnen sie vor vereinzelten Gewittern im Westen und Norden, die zu „unwetterartigen Entwicklungen” führen könnten.
Ab Samstagnachmittag und vor allem in der Nacht zum Sonntag erhöht sich die Unwettergefahr dann von Westen kommend deutlich auch im Osten Deutschlands, speziell in Berlin und Brandenburg. Es droht „das volle Programm von heftigem Starkregen, über schwere Sturmböen bis hin zu Hagel”, so die Wetterexperten. Möglich sind Regenmassen bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Sturmböen bis 100 Stundenkilometer, vereinzelt sogar orkanartige Böen um 110 Stundenkilometer sowie Hagel.
Und so sieht der genaue Donnerwetter-Fahrplan für Samstagabend und Sonntag aus:
Wetter am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag
Der Nordwesten und Norden: In der gesamten Nordwesthälfte (von Nordrhein-Westfalen über das Emsland bis nach Schleswig-Holstein) bilden sich ab dem Nachmittag und Abend teils schwere Gewitter. In der Nacht zieht die Gewitterzone weiter Richtung Küste. Hierbei besteht erhöhte Unwettergefahr mit schweren Sturmböen, lokal sogar Orkanböen.
Der Nordosten (Berlin/Brandenburg): Vor allem im Nordwesten Brandenburgs (Prignitz bis nördliche Oberhavel) entwickeln sich am Abend vereinzelte, aber heftige Hitzegewitter mit Unwetterpotenzial. In Berlin bleibt es am Abend meist noch trocken, das Risiko für vereinzelte Schauer steigt erst tief in der Nacht.
Der Süden und Südosten: Vom Schwarzwald bis zu den Alpen sind vereinzelte Hitzegewitter möglich. Die meisten Regionen im Süden und Osten erleben jedoch eine trockene, extrem heiße Tropennacht.

Mit der extremen Schwüle steigt dann am Sonntag das Unwetterrisiko nahezu landesweit massiv an.


