Mit dem Betriebsende für den Braunkohletagebau in Jänschwalde treibt das Energieunternehmen Leag den Aufbau einer Solaranlage auf den ehemaligen Tagebauflächen voran. Der Produktionsvorstand der Leag, Philipp Nellessen, sagte am Freitag im RBB Inforadio, es seien schon rund zweieinhalbtausend Hektar wieder hergestellt. „Auf diesen ersten Flächen werden wir dann auch das erste kleine Teilstück dieser mehrere Hundert Megawatt großen Solaranlage errichten.“
Nach 50 Jahren endet der Braunkohletagebau in der Lausitz
Nach fast 50 Jahren endet am Freitag der reguläre Betrieb des Braunkohletagebaus in Jänschwalde nordöstlich von Cottbus. Für viele Beschäftigte sind damit viele Emotionen verbunden. „Dass das natürlich heute auch ein ganz emotionaler Tag für die ist, das ist klar“, sagte Nellessen im Inforadio.

Zum feierlichen Schichtwechsel am Freitagnachmittag wurde auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erwartet. „Den Frauen und Männern gilt unser Respekt und unsere Achtung, die im Tagebau bei Wind und Wetter hart gearbeitet haben, damit wir zuverlässig unseren Strom aus der Steckdose ziehen können“, hatte Regierungschef Woidke vorab gesagt.
Die Arbeiten werden im Tagebau Jänschwalde zum Jahresende noch nicht komplett eingestellt. Laut Leag stehen in den ersten Monaten des kommenden Jahres noch geotechnische Sicherungsmaßnahmen an.


