Die Nahost-Krise hat viele Touristen in Deutschland verunsichert. Stornierungen, Umbuchungen – das Reisejahr 2026 war bislang kein einfaches. Doch für den Sommer sieht es wieder besser aus. „Die Verunsicherung ist vorbei, die Nachfrage steigt“, sagt TUI-Deutschlandchef Benjamin Jacobi.
Frühbucher und Last-Minute-Buchungen liegen gleichauf
Für dieses Jahr beobachtet er ein ungewöhnliches Phänomen: Frühbucher und Last-Minute-Buchungen liegen gleichauf. Zwei Destinationen, die im Frühjahr besonders unter der Nahost-Krise gelitten haben, holen nun auf: die Türkei und Ägypten. Jacobi: „Beide Ziele ziehen deutlich an“ – und entwickeln sich zu den großen Last-Minute-Gewinnern der kommenden Wochen.
In der Sommerhitliste des größten deutschen Reiseveranstalters steht Antalya bereits wieder an der Spitze. Es folgen Mallorca auf Platz zwei sowie mit Kreta, Rhodos und Kos gleich drei griechische Inseln. Danach rangiert Hurghada in Ägypten. Für viele Reisende, gerade in diesem Krisenjahr, spiele ein Aspekt eine zentrale Rolle, so Jacobi: „Das Thema Sicherheit gewinnt an Bedeutung.“ Deshalb entscheiden sich viele Kunden für die abgesicherte Pauschalreise.

Bei den Fernreisen liegt bei TUI im Übrigen die USA vorne. Für Urlauber allerdings, die jeden Euro umdrehen müssen und dennoch verreisen möchten, ist dieses Ziel keine echte Option.
Daher setzt TUI verstärkt auf das sogenannte Drei-Sterne-Plus-Segment. Der Reiseanbieter spricht von Urlaubern „mit klar abgestecktem Budget“ – einer Zielgruppe, die zunehmend an Bedeutung gewinnt, auch wenn TUI gleichzeitig sein Luxussegment ausbauen will. Jacobi sagt: „Ja, es gibt eine Nachfrage. Viele Menschen wollen, selbst wenn das Budget enger geworden ist, trotzdem reisen.“




