Es ist Ende Februar – und das bedeutet: Der spektakulärste Kriminalfall der aktuellen Zeit steht vermutlich kurz vor der Aufklärung! Im Oktober wurde der kleine Fabian (8) aus Güstrow ermordet, seine Leiche an einem Tümpel gefunden. Die Staatsanwaltschaft zeigte sich zuversichtlich, dass der Fall Ende des Monats oder Anfang März gelöst werden kann. Werden die Geheimnisse von Fabians Tod dann endlich gelüftet? Bisher geben vor allem drei Details in dem Fall Rätsel auf.
Fabian aus Güstrow verschwand am 10. Oktober 2025
Der kleine Fabian war bereits am 10. Oktober 2025 aus dem Haus seiner Mutter in Güstrow verschwunden. Er sollte an jenem Freitag eigentlich zu Hause bleiben, weil er am Tag davor an Nasenbluten gelitten hatte. Doch als Mutter Dorina nach Hause kam, war der Junge weg. Sie meldete ihn als vermisst, eine große Suchaktion begann. Dann die schreckliche Nachricht: Vier Tage nach seinem Verschwinden wurde die Leiche des kleinen Fabian an einem Tümpel bei Klein Upahl gefunden.

Noch immer laufen die Ermittlungen auf Hochtouren: Etliche Hinweise musste die Polizei sichten, Zeugen befragen. Doch schon vor Wochen gab sich Oberstaatsanwalt Harald Nowack zuversichtlich, dass der Fall kurz vor der Aufklärung steht. „Nach dem bisherigen Stand gehen wir davon aus, dass wir in der letzten Februarwoche bzw. der ersten Märzwoche die Ermittlungen abschließen werden“, teilte er erst kürzlich auf Nachfrage des KURIER mit. „Mit dem Abschluss der Ermittlungen werde ich eine Presseerklärung herausgeben.“
Dann werden hoffentlich auch die letzten Geheimnisse im Fall Fabian aus Güstrow gelüftet. Denn es gibt noch immer drei gruselige Details, die nicht nur den Ermittlern, sondern auch vielen anderen Menschen, die den Fall verfolgen, Rätsel aufgeben.
Die Leiche von Fabian aus Güstrow wurde verbrannt
Es ist ein schockierendes Detail, das den Fall noch schrecklicher macht, als er sowieso schon ist: Schon kurz nach dem Auffinden der Leiche wurde berichtet, dass der leblose Körper von Fabian aus Güstrow am Tümpel in Klein Upahl verbrannt wurde. Fotos machten die Runde, die angesengtes Gras an der Fundstelle zeigten. Kurze Zeit später bestätigten die Ermittler, dass der Täter oder die Täterin versucht hatte, die sterblichen Überreste von Fabian mithilfe von Feuer zu vernichten, um damit auch Spuren zu zerstören.

Geheimnisvoll bleibt in dem Zusammenhang auch ein Foto vom Todes-Tümpel, das auch in einer Spezialausgabe von „Aktenzeichen XY … ungelöst“ gezeigt wurde. Spaziergänger machten durch Zufall ein Bild eines kleinen Lagerfeuers, offenbar am Rand des Tümpels. Zeigt es wirklich den Moment, in dem Fabians Leiche auf dem Feld verbrannt wurde – und was verrät es über den Ablauf der Tat? Fragen zum Mord an Fabian aus Güstrow, die bisher ungeklärt blieben.
Zeugenaussagen belasten Verdächtige Gina H.
Als Hauptverdächtige in dem Fall gilt noch immer Gina H., die Ex-Freundin von Fabians Vater. Sie war es, die die Leiche von Fabian aus Güstrow am Tümpel bei Klein Upahl fand. Anfang November gab es auch bei ihr Durchsuchungen, Ermittler stellten einen Geländewagen aus ihrem Besitz sicher. Seitdem sitzt Gina H. in Untersuchungshaft. Noch immer gibt es scheinbar keine anderen Verdächtigen. „Wir haben weitere Ergebnisse zusammengetragen. Es fokussiert sich alles auf die Frau in Untersuchungshaft“, sagte Staatsanwalt Harald Nowack zuletzt.

Vor allem ein Detail schockierte viele Menschen: In Medienberichten belastete ein Zeuge Gina H. schwer – weil er berichtete, sie habe ihn schon am Abend vor dem Fund der Leiche zum Tümpel geführt, um ihm den toten Fabian zu zeigen. Was hinter dieser Aussage steckt, ist unklar – die Ermittler äußerten sich dazu bisher nicht. Doch was der Zeuge beschrieb, ist schrecklich.
Der Mann sagte, Gina H. sei mit ihm am Vorabend des Leichenfundes zum Tümpel gefahren, um ihm die Leiche zu zeigen. Er habe Fabian erst nicht erkannt. Gina H. habe ihn aufgefordert, mit der Taschenlampe ins Gesicht des leblosen Körpers zu leuchten. Dann habe sie gesagt, es sei Fabian. Der Zeuge selbst gab an, Gina H. habe mit dem Besuch bei der Leiche womöglich seine DNA an den Tatort bringen wollen. Ob die Aussage wahr ist, wird sich hoffentlich bald zeigen.
Wie starb Fabian – und wo ist die Tatwaffe?
Von Anfang an gaben die Ermittler bekannt, dass der kleine Fabian Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Nur eine große Frage ist bisher ungeklärt – und bleibt bis zum Statement der Ermittler ein Geheimnis: Wie genau wurde der acht Jahre alte Junge ermordet? Die genaue Todesursache ist bisher nicht öffentlich bekannt.
Auch die Tatwaffe wurde noch nicht gefunden. Zuletzt gab es rund um den Tümpel, an dem Fabians Leiche gefunden wurde, Anfang Dezember Durchsuchungen der Polizei. Ermittler durchkämmten die Gegend, suchten auch im Gebüsch. Wonach? Auch das ist bisher ein Geheimnis, das hoffentlich bald gelüftet wird.




