Der Februar rückt immer näher – und mit ihm hoffentlich die Lösung des spektakulärsten Mordfalls aus dem vergangenen Jahr! Im Oktober wurde der kleine Fabian aus Güstrow getötet, seine Leiche an einem Tümpel bei Klein Upahl abgelegt und angezündet. Der Fall steht kurz vor der Aufklärung – und ein Statement der Staatsanwaltschaft wirft eine Frage auf: Ist der Täter längst gefunden?
Tod des kleinen Fabian soll bald aufgeklärt werden
Millionen Menschen in ganz Deutschland erfuhren im vergangenen Oktober vom Schicksal des kleinen Fabian aus Güstrow. Der acht Jahre alte Junge aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern verschwand am 10. Oktober aus dem Haus seiner Eltern, wurde Tage später tot am Ufer eines kleinen Tümpels entdeckt. Wie genau er starb, ist bis heute unklar. Bekannt ist nur: Der Täter oder die Täterin hatte versucht, die Leiche des Jungen zu verbrennen. Vermutlich, um Spuren zu beseitigen.
Nun warten viele Menschen, die den Fall verfolgt haben, auf Februar. Der Grund: Bisher halten sich die Ermittler bedeckt. Für Wirbel sorgte zuletzt die Festnahme von Gina H. – sie ist die Ex-Freundin von Fabians Vater und die Hauptverdächtige in dem Fall. Nach Durchsuchungen kam sie Anfang November in Untersuchungshaft. Ihr Anwalt versuchte bereits, sie aus der Haft zu holen, doch bei einem Haftprüfungstermin im Dezember wurde die U-Haft bestätigt.

Nun macht Oberstaatsanwalt Harald Nowack aber eine interessante Andeutung: In einem Interview mit dem Portal t-online wurde er auch gefragt, wie die Lage in Sachen Gina H. ist. Nowack bestätigte, dass gegen sie „weiter ein dringender Tatverdacht“ besteht. Zugleich äußerte er sich zu der Theorie, dass mehrere Täter den Mord an Fabian gemeinsam begingen. „Es gibt nur eine Beschuldigte.“
Staatsanwalt kündigte Ende der Ermittlungen an
Außerdem kündigte er bereits ein Ende der Ermittlungen an – ging man bisher von einem Abschluss im März aus, ist jetzt von Februar die Rede. Gegenüber dem KURIER teilte der Oberstaatsanwalt mit, es könne sich eine Nachfrage in der 6. Kalenderwoche lohnen – also Anfang Februar. Bedeutet das, dass die Täterin längst gefunden ist – und dass tatsächlich Gina H. etwas mit dem Mord an Fabian zu tun hat? Dass sie nur Tage vor dem angekündigten Abschluss der Ermittlungen die einzige Tatverdächtige ist, dürfte die Gerüchteküche weiter anheizen.

Nowack gab außerdem an, dass alle Zeugen vernommen worden seien, die etwas zum Fall zu sagen hätten. Mehrere Menschen hatten sich auch in Medienberichten geäußert, Gina H. teilweise schwer belastet. Ein Mann gab unter anderem an, sie habe ihn schon am Abend vor dem Fund der Leiche zu dem Tümpel geführt, um ihm die sterblichen Überreste des kleinen Fabian zu zeigen. Was hinter solchen Zeugenaussagen steckt – unklar. Für Gina H. gilt weiter die Unschuldsvermutung.
Familie: Bis heute fehlt im Fall Fabian die Tatwaffe
Im Netz äußert sich auch Raffaela J., eine enge Freundin von Fabians Mutter Dorina, zu den neuen Entwicklungen. „Ob es für eine Mordanklage ausreicht, hängt natürlich vom Gehalt der gesicherten Spuren ab“, sagt sie in einem kurzen Video auf Youtube. Die Ermittler wüssten, wie der kleine Fabian getötet wurde. „Dennoch fehlt bis zum heutigen Zeitpunkt die Tatwaffe.“




