Der Fall des ermordeten Fabian aus Güstrow – er macht noch immer viele Menschen in ganz Deutschland fassungslos. Inzwischen sind es aber nicht nur die Umstände, unter denen die Leiche des Jungen gefunden wurde, die viele Menschen rätseln lassen. Sondern auch die Tatsache, dass ausgerechnet Gina H., die Ex-Freundin von Fabians Vater, die Hauptverdächtige ist. Hat sie den Jungen getötet? Der Fall von Fabian aus Güstrow wirft Fragen auf, auch diese: Hat sich die Tat vorher angekündigt?
Hat sich der Mord an Fabian aus Güstrow angedeutet?
Ein Kind verschwindet spurlos, wird ein paar Tage später tot aufgefunden. Fälle wie der des gerade acht Jahre alten Fabian in Güstrow werfen sowieso viele Fragen auf. Dass aber die Ex-Freundin des Vaters die Mörderin sein soll, macht alles noch viel schlimmer. Seit dem 7. November sitzt Gina H. in Untersuchungshaft. Für sie gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Doch für den Fall, dass sie es wirklich war, fragen sich viele: Müsste sich eine solche Tat nicht ankündigen?
Dazu meldet sich nun auch Raffaela J., eine gute Freundin von Fabians Mutter, zu Wort. Nachdem die Familie im Rahmen des Falles immer wieder angefeindet wurde, veröffentlichte sie erst vor Tagen mehrere Videos im Netz. Hier thematisiert sie verschiedene Gerüchte, beantwortet Fragen der Nutzer zum Fall. Ein Nutzer fragt: „Gab es vorher schon Anzeichen, dass etwas Schlimmes passieren könnte?“

Die Antwort von Raffaela J. fällt klar aus: „Nein, gar nicht, nicht mal ansatzweise.“ Der kleine Fabian und Gina H. hätten ein gutes Verhältnis gehabt. „Er war auch gerne da gewesen, er hat auch gut erzählt, dass er da auch gern zum Spielen ist, mit dem Sohn.“ Auch mit den Kindern der Nachbarn habe sich Fabian gut verstanden. „Ich weiß, dass sie auch bei den Nachbarskindern ganz viel gewesen sind, auch oft von morgens bis abends, dass sie da auch gemeinsam gespielt haben.“ Es sei nicht zu erkennen gewesen, dass sich so eine schlimme Tat ereignen könnte.
Fall Fabian aus Güstrow: Ist Gina H. wirklich die Täterin?
Ob die Ex-Freundin des Vaters tatsächlich die Täterin ist, ist natürlich unklar. „Sie schweigt derzeit“, sagt Raffaela J. Doch sie macht immer wieder Andeutungen, dass sie und Fabians Mutter von der Schuld von Gina H. überzeugt sind. Es gebe Indizien und Beweise, sagt sie in ihrem Video – und sie sei davon überzeugt, dass die Ermittlungen bald ein Ende haben werden. „Ich glaube auch, dass das lange im Voraus geplant gewesen ist von dieser Person, die das getan hat.“

Auch zu einem möglichen Motiv gibt es verschiedene Theorien. Raffaela J. zeigte bereits Nachrichten, die Gina H. an die Mutter von Fabian verschickt haben soll – aus ihnen wird deutlich, dass sie nicht akzeptierte, dass ihr Freund Kontakt zu seiner ehemaligen Familie hielt. Zudem betonte die Freundin der Familie, dass es in dem Fall einfach zu viele Zufälle gebe. Etwa, dass Vater und Mutter von Fabian unabhängig das Gefühl hatten, Gina H. könnte etwas mit der Tat zu tun haben. „Wenn es so ist, ist es für uns ebenfalls extrem unfassbar, was da abgelaufen ist“, sagt Raffaela J. „Aber es gibt keinen anderen, der ein Motiv gehabt hätte.“
Leiche von Fabian wurde an einem Tümpel entdeckt
Der kleine Fabian aus Güstrow war bereits am 10. Oktober spurlos verschwunden. An jenem Freitag war er nicht mehr zu Hause, als seine Mutter von der Arbeit kam. Und das, obwohl er das Haus eigentlich nicht verlassen sollte, weil er am Donnerstag zuvor an Nasenbluten gelitten hatte. Seine Mutter meldete ihn als vermisst, es folgte eine große Suchaktion mit Drohnen, Hunden, Polizei und Hubschraubern.




