Mord noch ungeklärt

Toter Fabian aus Güstrow: Rätselraten geht weiter – das ist der Grund

Eigentlich sollte der Mord an Fabian (8) aus Güstrow Anfang Februar aufgeklärt werden. Doch nun gibt es schlechte Nachrichten.

Author - Florian Thalmann
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Eigentlich sollte der Fall des kleinen Fabian aus Güstrow bald gelöst werden. Doch nun soll sich der Abschluss der Ermittlungen verzögern.
Eigentlich sollte der Fall des kleinen Fabian aus Güstrow bald gelöst werden. Doch nun soll sich der Abschluss der Ermittlungen verzögern.Jens Büttner/dpa, Polizei

Der Fall des ermordeten Fabian aus Güstrow – er gibt vielen Menschen noch immer Rätsel auf. Der acht Jahre alte Junge war bereits am 10. Oktober spurlos verschwunden, vier Tage später fand man seine Leiche an einem Tümpel bei Klein Upahl. Das Geheimnis seines Todes – es sollte  diese Woche gelöst werden. Doch nun sollen die Ermittlungen erst Wochen später abgeschlossen werden.

Plötzliche Wende im Fall Fabian: Aufklärung dauert länger

Es war eine Ankündigung, die vielen Hoffnung machte: Erst kürzlich meldete sich zum Fall des ermordeten Fabian aus Güstrow der zuständige Staatsanwalt Harald Nowack zu Wort. Nachdem über Wochen die Rede davon war, dass der Mord an dem Jungen vermutlich erst im März geklärt wird, kam dann die plötzliche Wende: Auf die Frage, wann man mit Ermittlungsergebnissen rechnen kann, teilte Nowack dem KURIER mit, er könne noch kein Datum nennen. „Realistisch dürfte eine nochmalige Anfrage in der 6. KW sein.“ Gegenüber t-online bestätigte Nowack: „Wir gehen derzeit von einem Abschluss der Ermittlungen im Februar aus.“

Doch nun scheint sich das geändert zu haben: auf nochmalige Nachfrage des KURIER in der sechsten Kalenderwoche heißt es plötzlich, es werde noch länger dauern. „Nach dem bisherigen Stand gehen wir davon aus, dass wir in der letzten Februarwoche bzw. der ersten Märzwoche die Ermittlungen abschließen werden“, schreibt Nowack. Mit dem Abschluss der Ermittlungen solle auch eine Presseerklärung herausgegeben werden. Ob es inzwischen neue Erkenntnisse zum Tathergang gibt, lässt Nowack offen.

Beamte der Polizei durchsuchten das Gelände rund um den Fundort von Fabians Leiche zuletzt Anfang Dezember.
Beamte der Polizei durchsuchten das Gelände rund um den Fundort von Fabians Leiche zuletzt Anfang Dezember.Bernd Wüstneck/dpa

Damit bleibt das größte Mord-Rätsel des Jahres 2025 weiter ungelöst. Und viele fragen sich: Wer ist der Mörder des kleinen Fabian? Der Junge wurde schon am 14. Oktober tot an einem Tümpel bei Klein Upahl gefunden, nachdem vier Tage lang nach ihm gesucht worden war. Am 10. Oktober sollte er zu Hause bleiben, weil er zuvor an Nasenbluten gelitten hatte. Am Abend kam Fabians Mutter von der Arbeit, da war Fabian aus dem Haus verschwunden. Die Polizei suchte mit Hubschraubern, Hunden, Drohnen. Vier Tage später wurden dann die sterblichen Überreste des Achtjährigen entdeckt.

Toter Fabian: Gina H. geriet schnell unter Verdacht

Schnell geriet Gina H. unter Verdacht, die Ex-Freundin von Fabians Vater. Denn ausgerechnet sie war es, die die Leiche von Fabian an dem Tümpel entdeckte – angeblich per Zufall bei einem Spaziergang. Inzwischen meldeten sich Zeugen bei Polizei und Presse, belasteten die Frau teilweise schwer. So berichtete einer, sie habe ihn am Tag zuvor zum Tümpel geführt, ihm die Leiche von Fabian gezeigt. Einer gab an, am Tag von Fabians Verschwinden ihr Auto gesehen zu haben.

Anfang November gab es Durchsuchungen, bei denen auch ein Geländewagen sichergestellt wurde, der Gina H. gehört. Im Anschluss wurde Gina H. festgenommen, sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Ob sie wirklich etwas mit dem Tod des kleinen Fabian aus Güstrow zu tun hat, ist unklar – für sie gilt trotz der schweren Anschuldigungen die Unschuldsvermutung.

Was halten Sie vom Fall Fabian und den bisherigen Ermittlungen? Schicken Sie uns Ihre Meinung per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com.