Nach monatelangen Kämpfen, fast 150 Toten und einer bis heute fragilen Waffenruhe zieht Thailand Konsequenzen. Das Militär errichtet den ersten Abschnitt eines dauerhaften Grenzzauns zu Kambodscha. Stahlplatten, Stacheldraht und Gitter sollen künftig besonders sensible Grenzabschnitte sichern.
Thailand baut Grenzzaun zu Kambodscha
Thailand macht ernst: Nach den blutigen Grenzgefechten des vergangenen Jahres beginnt das Land mit dem Bau eines dauerhaften Grenzzauns zu Kambodscha. Der erste Abschnitt steht bereits in der Provinz Chanthaburi. Ein durchgehender Zaun entlang der mehr als 800 Kilometer langen Grenze ist nach Angaben des Militärs derzeit jedoch nicht geplant. Stattdessen soll für jeden Grenzabschnitt einzeln entschieden werden, ob eine feste Barriere notwendig ist.

Der erste Zaun ist 1,3 Kilometer lang und besteht aus Stahlbeton, Stahlgittern und Stacheldraht. In Gebieten mit ungeklärtem Grenzverlauf sollen zunächst provisorische Sperren aus Stacheldraht errichtet werden. Der Zaun soll helfen, die Grenze besser zu überwachen und unerlaubte Grenzübertritte zu erschweren. Vor allem nach den heftigen Kämpfen im vergangenen Jahr will Thailand besonders gefährdete Abschnitte stärker sichern.
Die Grenze sorgt immer wieder für Gewalt
Die Grenze zwischen Thailand und Kambodscha ist seit Jahrzehnten umstritten. Immer wieder kam es dort zu militärischen Auseinandersetzungen. Im vergangenen Jahr eskalierte der Konflikt erneut: Bei wochenlangen Gefechten starben fast 150 Menschen, Hunderttausende mussten ihre Heimat verlassen.


