Krieg in der Ukraine

Russland verkündet einseitige Waffenruhe für 8. und 9. Mai

Kurzzeitige Waffenruhe? Russland will die Kämpfe am 8. und 9. Mai aussetzen. Die Entscheidung geht auf Präsident Putin zurück.

Author - Sebastian Karkos
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Russland hat die Ukraine am 24. Februar 2022 angegriffen
Russland hat die Ukraine am 24. Februar 2022 angegriffenYuri Kochetkov/Imago

Russland hat für den 8. und 9. Mai eine Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine angeordnet. Damit folge die Armee einer Anordnung von Präsident Wladimir Putin, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Moskau erinnert am 9. Mai an den Sieg gegen Deutschland

Am 9. Mai wird in Russland feierlich an den Sieg der Sowjetunion über Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert. Moskau zähle darauf, dass die ukrainische Seite dem Beispiel folge. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor Journalisten mitgeteilt, dass Kiew keine offiziellen Angebote zu einer möglichen Feuerpause am 9. Mai erhalten habe.

Über eine mögliche Waffenruhe über den Feiertag hatten zuerst Putin und US-Präsident Donald Trump bei einem Telefonat Ende April gesprochen. Putin erwäge eine solche Feuerpause, sagte dessen außenpolitischer Berater Juri Uschakow. Aber auch Trump nahm in Washington die Initiative für sich in Anspruch.

Selenskyj forderte daraufhin von den USA Aufklärung, was genau besprochen worden sei. Die Ukraine trete für einen dauerhaften Waffenstillstand und einen mit Sicherheitsgarantien versehenen Frieden ein, sagte er.

Mehrere Versuche von Waffenruhe

Russland führt seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland. In dieser Zeit wurden mehrmals über hohe Feiertage kurzzeitige Waffenruhen ausgerufen. Zuletzt gab es einen Versuch über das orthodoxe Osterfest Mitte April. Beide Seiten verzichteten für etwa 30 Stunden auf Raketen- und Drohnenangriffe im gegnerischen Hinterland. An der Frontlinie blieb es unruhig, weil kleine Drohnen weiter eingesetzt wurden. Russland und die Ukraine warfen einander deshalb jeweils mehrere tausend Verstöße vor.

Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (l.) empfängt 2025 Bundeskanzler Friedrich Merz.
Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (l.) empfängt 2025 Bundeskanzler Friedrich Merz.Niels Starnick für BILD/-/dpa

Auch zum Tag des Sieges 2025 hatte Putin eine dreitägige Feuerpause angeordnet. Russische Beobachter weisen auch darauf hin, dass die Demonstration von militärischer Macht unglaubhaft wirken könnte angesichts der russischen Probleme im Ukraine-Krieg.

Die Wirtschaft leidet unter dem Krieg, die militärischen Verluste sind hoch, und ukrainische Drohnen treffen immer sichtbarer Ziele tief im russischen Rückraum (mit dpa).

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