In rund zwei Wochen beginnen die Osterferien. Doch wohin reisen, um die erste Sonne des Jahres 2026 zu genießen? Der Nahostkonflikt hat viele Touristen verunsichert. Für die Golf-Region besteht weiterhin eine Reisewarnung. Betroffen sind unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate (Dubai, Abu Dhabi), Bahrain und Oman.
Spanien und Portugal gelten ohne Reisewarnung als sicher
Doch wie sieht es mit den klassischen Osterzielen aus? Spanien, Portugal und Griechenland, auch die Insel Kreta, gelten als sicher. Bei Destinationen wie Kuba, Tunesien, Ägypten, Zypern oder der Türkei gibt es teilweise Einschränkungen.
Laut Deutschem Reiseverband bestehen vor allem bei Reisen nach Ägypten, Zypern und der Türkei keine großen Probleme: „Entsprechend werden Reisen weiterhin durchgeführt und auch angeboten.“ Doch wie ist die Lage vor Ort wirklich?
Für Zypern gilt derzeit erhöhte Vorsicht. Hintergrund ist der Drohnenangriff auf die britische Militärbasis Akrotiri am 2. März. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass Touristen die Nähe zu Militäreinrichtungen meiden sollten. Eine Reisewarnung für die Mittelmeerinsel besteht jedoch nicht. Die Militärbasis Akrotiri liegt im Süden Zyperns. Bis zum beliebten Urlaubsort Ayia Napa sind es rund 130 Kilometer, nach Paphos etwa 50 Kilometer.

Reisen in die Türkei gelten ebenfalls als unbedenklich – zumindest in Städte wie Istanbul oder Antalya. Dort verläuft der Flugverkehr ohne Einschränkungen. Aktuell besteht lediglich eine Reisewarnung für die Grenzgebiete zu Syrien, Iran und Irak.
Zu Wochenbeginn fing die Nato eine Rakete ab, die auf dem Weg in Richtung Türkei war. Raketenteile gingen in der an Syrien grenzenden Region Gaziantep nieder. Zwischen der Stadt Gaziantep und Antalya liegen rund 600 Kilometer, nach Istanbul sind es etwa 850 Kilometer.

Für Ägypten warnt das Auswärtige Amt nur vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel. Für den Süden – dort liegt auch der Urlaubsort Scharm El-Scheich – besteht keine Reisewarnung. Von unbegleiteten, individuellen Ausflügen und Überlandfahrten wird jedoch abgeraten. Hurghada gilt weiterhin als eine der sichersten Regionen Ägyptens.
In Tunesien sollen die Grenzgebiete zu Algerien gemieden werden
Tunesien gilt grundsätzlich als sicher. In touristischen Regionen wie Hammamet ist die Lage stabil. Gemieden werden sollten die Grenzgebiete zu Algerien. Außerdem wird von individuellen, nicht organisierten Wüstentouren abgeraten.

Bleibt Kuba. Das Auswärtige Amt rät seit Februar von allen nicht notwendigen Reisen nach Kuba ab. Grund ist die Energie- und Treibstoffkrise, die große Teile der Infrastruktur lahmlegt. Dennoch werden weiterhin Reisen angeboten. Den KURIER erreichte dazu eine Zuschrift einer Urlauberin, die im Sommer auf die Karibikinsel reisen möchte und bereits 1000 Euro angezahlt hat.


