Treibstoffmangel in der Karibik

Kuba fällt als Fernreiseziel praktisch komplett aus

Kann ich noch nach Kuba reisen? Schwierig! Die Versorgungslage auf der Karibikinsel ist kritisch. Das müssen Urlauber jetzt unbedingt wissen.

Author - Sebastian Karkos
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1,8 Millionen Touristen haben 2025 Kuba besucht, ein massiver Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren.
1,8 Millionen Touristen haben 2025 Kuba besucht, ein massiver Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren.Nick Kaiser/DPA

Aufgrund der Nahost-Krise hat das Auswärtige Amt seit Ende Februar 2026 für 14 Länder Reisewarnungen ausgesprochen. Ob Dubai oder Abu Dhabi, ob Katar oder der Oman – Menschen mit Fernweh können derzeit nicht mit diesen Orten rechnen.

Akuter Treibstoffmangel führt zu Problemen auf Kuba

Wohin also noch eine Fernreise antreten, wenn der Nahe Osten „zu“ ist? Kuba fällt im Moment ebenfalls so gut wie aus! Reisen sind zwar buchbar, doch das Auswärtige Amt warnt vor einer Tour auf die auch bei Deutschen beliebte Karibikinsel. Es heißt vom Auswärtigen Amt:
„Von nicht notwendigen Reisen nach Kuba wird aufgrund der erheblichen Auswirkungen des akuten Treibstoffmangels derzeit abgeraten.“

Kuba befindet sich derzeit an einem Wendepunkt. Oder wie US-Präsident Donald Trump (79) sagte: „Kuba befindet sich in den letzten Augenblicken seines bisherigen Bestehens. Es wird ein neues Leben beginnen.“

Der Ölboykott der Amerikaner hat die kommunistisch regierte Insel schwer getroffen. Das hat auch Folgen für den Tourismus. Laut Auswärtigem Amt sollten vor allem Menschen mit behandlungsbedürftigen Vorerkrankungen das Land meiden. Wer dennoch hinfliegen möchte, soll eine umfassende Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung abschließen und – wie es heißt – eine „großzügige individuelle Reiseapotheke“ mitnehmen.

Der Plaza de San Francisco de Asis ist der zweitältester Platz in Kubas Hauptstadt Havanna.
Der Plaza de San Francisco de Asis ist der zweitältester Platz in Kubas Hauptstadt Havanna.Desirée Ferreira/IMAGO

Das Auswärtige Amt weiter: „Seit dem 9. Februar 2026 können Flugzeuge aus dem Ausland in Kuba nicht mehr aufgetankt werden, es kommt zu erheblichen Einschränkungen im Flugbetrieb. Verschiedene Hotels wurden bereits geschlossen.“

Mehrstündige Stromabschaltungen sind möglich

Vor Ort kann es zu Problemen kommen. Das Auswärtige Amt:
„Im gesamten Land sind seit längerem mehrstündige, tägliche Stromabschaltungen mit Auswirkungen auf die Wasser- und Lebensmittelversorgung die Regel. Öffentlicher Nahverkehr, Straßenbeleuchtung, Ampeln, Geldautomaten, Kommunikations- und Sicherheitssysteme sind bereits stark eingeschränkt oder können ausfallen.“

Bitter: Der sozialistische Karibikstaat ist stark vom Tourismus abhängig. Er zählt zu den bedeutendsten Devisenquellen des Landes. Kommen keine Touristen, geht der wirtschaftliche Absturz des Landes weiter.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Würden Sie eine Reise nach Kuba wagen? Bitte schreiben Sie uns:leser-bk@berlinerverlag.com