Naher Osten

Auswärtiges Amt rät „dringend“ von Reisen nach Israel ab

Angesichts der Kriegsgefahr im Nahen Osten rät das Auswärtige Amt von Reisen nach Israel ab.

Author - Sebastian Krause
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Das Auswärtige Amt rät dringend von Reisen nach Israel ab.
Das Auswärtige Amt rät dringend von Reisen nach Israel ab.Demy Becker/dpa

Angesichts der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten rät das Auswärtige Amt „dringend“ von Reisen nach Israel ab. Einen entsprechenden Reise- und Sicherheitshinweis verbreitete das Auswärtige Amt am Freitagabend.

Auswärtiges Amt rät „dringend“ von Israel-Reisen ab

„Von Reisen nach Israel sowie nach Ostjerusalem wird dringend abgeraten“, heißt es darin.

Deutsche Botschaft soll arbeitsfähig bleiben

„Die Deutsche Botschaft in Tel Aviv bleibt voll arbeitsfähig“, hieß es zudem aus dem Auswärtigen Amt. „Wir beobachten die Lage sehr aufmerksam und stehen im engen Austausch mit unserer Botschaft in Tel Aviv, auch zur Sicherheitssituation unserer Kolleginnen und Kollegen vor Ort und ihren Familienangehörigen.“

Auch die Lage im Iran werde „sehr aufmerksam“ beobachtet.

Auch andere Länder ziehen sich aus der Region zurück

Zuvor hatte die US-Regierung Botschaftsmitarbeitern in Israel eine umgehende Ausreise nahegelegt. Großbritannien verkündete den Abzug seines gesamten Botschaftspersonals aus dem Iran und eine Verlegung von Teilen des Personals aus Tel Aviv wegen „regionaler Spannungen“.

Die Entwicklungen bestärken die Furcht vor einer militärischen Eskalation in der Region. US-Präsident Donald Trump droht der mit Israel verfeindeten Führung des Iran seit Wochen mit einem Militäreinsatz, um das Land am Bau einer Atombombe zu hindern. 

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu fordert seit langem härtere Maßnahmen der USA gegen den Iran. Ein Angriff könnte allerdings einen Gegenschlag gegen Israel auslösen. Trump hat Teheran eine Frist bis Anfang März gesetzt, um sich mit Washington auf ein neues Atomabkommen zu einigen.

Auswärtiges Amt warnt Bürger in Israel

Erst vor wenigen Tagen hatte das Auswärtige Amt Bundesbürger vor Ort bereits zu Sicherheitsmaßnahmen aufgerufen. Deutsche in Israel sollen sich etwa für den Fall, dass der Luftraum wegen iranischer Angriffe gesperrt wird, darauf vorbereiten, einige Zeit an ihrem Aufenthaltsort bleiben zu können, wie es in einer Mitteilung der Deutschen Botschaft in Tel Aviv hieß.

Das Auswärtige Amt warnte vor einer Verschärfung der Sicherheitslage auch in Israels Nachbarland Libanon. Es könne jederzeit zu Flugeinschränkungen kommen, betonte die Deutsche Botschaft in Beirut.

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