Wie groß ist die Islamismus-Gefahr in Berlin? Nach wie vor „besteht eine abstrakt hohe Gefährdungslage im Bereich des islamistischen Terrorismus“, so das Ergebnis des „Islamismus‑Monitors“, der am Montag von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport veröffentlicht wurde.
Influencer verbreiten Inhalte mit klaren Botschaften
Eine zentrale Erkenntnis: Kinder und Jugendliche radikalisieren sich zunehmend – vor allem im Internet. Über soziale Netzwerke verbreiten Influencer Inhalte mit klaren Gut‑und‑Böse‑Botschaften, die Demokratie ablehnen und religiöse Überlegenheit propagieren.
Terroristische Organisationen wie der sogenannte „Islamische Staat“ nutzen das Netz gezielt zur Propaganda, Rekrutierung und Mobilisierung. Professionell produzierte Inhalte greifen aktuelle Konflikte, insbesondere den Nahostkonflikt, auf und verbreiten Narrative einer angeblichen weltweiten Unterdrückung von Muslimen.
Überhaupt wirkt der Nahostkonflikt konfliktverschärfend. Trotz Betätigungsverbots setzt die Hamas ihre Aktivitäten fort, organisiert Demonstrationen und verbreitet antisemitische Propaganda. Festnahmen mutmaßlicher Hamas‑Terroristen in Berlin unterstreichen die reale Gefährdung.

Wie es heißt, geht die größte Bedrohung weiterhin vom jihadistischen Salafismus aus, insbesondere von Netzwerken des „Islamischen Staats“ (IS) und dessen Ableger ISPK. Diese setzen verstärkt auf Online‑Propaganda, Einzeltäter und sogenannte „Low‑Level‑Attacks“ gegen schwer schützbare Ziele.
Gleichzeitig wächst der Einfluss nicht‑gewaltorientierter, legalistischer Gruppen, die demokratische Strukturen strategisch nutzen, um langfristig ideologische Ziele durchzusetzen.




