Berlin ist eine Großstadt, in der Millionen Menschen leben – und wo so viele Menschen leben, gibt es für Langfinger leider auch besonders viel zu holen. Die Einbrecher sind los in der Hauptstadt, und das schon seit Jahren. Laut einem neuen Bericht warnt die Polizei Berlin jetzt aber mit Nachdruck vor einer speziellen Tätergruppe, die sich laut Zahlen offenbar auf Wohnungseinbrüche in der Hauptstadt spezialisiert – und die mit einem besonders perfiden Trick auf die Jagd nach Beute geht.
Georgische Täter spezialisieren sich auf Einbrüche
Die Rede ist von Einbrechern aus Georgien, die der Polizei offenbar immer mehr Sorgen machen. Laut einem Bericht der „Berliner Morgenpost“ gab es im Jahr 2024 insgesamt 147 Einbrüche, die Tätern mit georgischer Staatsangehörigkeit zugeordnet werden konnten.
Im Jahr 2025 waren es schon 207 – das ist ein Anstieg von mehr als 40 Prozent. Zwar geht die Zahl der Straftaten, die von georgischen Tatverdächtigen verübt wurden, zurück. Laut Sicherheitskreisen deute das aber darauf hin, dass sich Banden auf Einbrüche spezialisieren.
Eine Polizeisprecherin sagte dem Blatt, dass georgische Banden schon seit Jahren aktiv seien – und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern in Europa. Die Täter gehören dabei oft zu Netzwerken, die über Grenzen hinweg agieren.
„Georgische Tätergruppierungen sind in der Regel Bestandteil übergeordneter Strukturen, die sich gezielt in EU-Staaten begeben, um organisiert entsprechende Straftaten zu begehen“, sagte die Sprecherin dem Blatt. Wurden mehrere Taten begangen, treten die Täter die Flucht über die Grenzen an.

Die Polizei hat laut dem Bericht auch festgestellt, dass georgische Einbrecher besonders häufig einen Trick verwenden, wenn sie sich auf die Jagd nach Beute machen: Klebefäden! Dabei handelt es sich um dünne, nahezu unsichtbare Fäden, die mit einer Heißklebepistole meist im unteren Bereich von Türrahmen angebracht werden.
Die Idee dahinter: Die Täter bringen diese Fäden in einem unbeobachteten Moment an und können so leicht überprüfen, ob eine Wohnung über mehrere Tage hinweg verlassen ist.
Klebefäden georgischer Einbrecher: So geht der Trick
Denn die Fäden werden zwischen Tür und Türrahmen gespannt – betritt der Mieter seine Wohnung, reißen die dünnen Klebefäden durch. Bleiben sie hingegen über mehrere Tage hinweg bestehe, ist das ein recht sicheres Zeichen für die Einbrecher, dass sie in diese Wohnung einsteigen können, weil die Luft rein ist.
Und es wird nicht nur mit solchen Klebefäden gearbeitet. Auch Cremes oder andere Fettsubstanzen werden laut Polizei etwa auf Schlösser aufgetragen – jeder Mieter, der so etwas entdeckt, würde es sofort entfernen. Bleiben die Verschmutzungen auch über mehrere Tage hinweg bestehen, hat das den gleichen Effekt wie ein Klebefaden.




