Horror in Hellersdorf

Pizzabote mit Pistole bedroht – SEK rückt an!

Der 42-jährige Lieferant wollte nur eine Pizza bringen, doch plötzlich stand er vor einem Mann mit Pistole in der Hand.

Author - Stefan Doerr
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Die Schusswaffe wurde von der Berliner Polizei beschlagnahmt.
Die Schusswaffe wurde von der Berliner Polizei beschlagnahmt.Polizei Berlin/X

Er erledigte nur seinen Job und lieferte in einem Wohnhaus eine Pizza aus. Doch am Ende war der 42-jährige Lieferant froh, dass er den Einsatz überlebt hat. Plötzlich stand der Pizzabote vor einem bewaffneten Betrunkenen. Diesen Horror musste der Bote in Berlin-Hellersdorf erleben.

Pizzabote mit Pistole bedroht

Es geschah am Samstagnachmittag und begann als scheinbar harmlose Pizza-Lieferung: Der Bote klingelte an einem Mehrfamilienhaus in der Forster Straße, um einem Kunden in der dritten Etage eine Pizza zu bringen.

Übergabe und Bezahlung liefen völlig unspektakulär. Doch kaum hatte der Bote die ersten Stufen auf dem Weg nach unten genommen, stand eine Etage tiefer ein Mann in der Tür zu seiner Wohnung und hielt eine Pistole in der Hand. Ohne Vorwarnung soll er den Lieferanten bedroht haben.

Der Pizzabote wollte nur einen Kunden beliefern (Symbolfoto).
Der Pizzabote wollte nur einen Kunden beliefern (Symbolfoto).Bihlmayerfotografie/Imago

SEK stürmt die Wohnung

Der Pizzabote reagierte geistesgegenwärtig, flüchtete aus dem Haus und alarmierte sofort die Polizei. Die Beamten ließen keine Zeit verstreichen: Sie besorgten einen Durchsuchungsbeschluss, ein Spezialeinsatzkommando (SEK) rückte an. Die schwer bewaffneten Beamten drangen schließlich in die Wohnung des Mannes ein und überwältigten ihn. Der 49-jährige Waffenbesitzer wurde leicht verletzt, lehnte jedoch eine medizinische Behandlung ab.

Warum der Mann den Lieferanten ins Fadenkreuz genommen hatte, ist völlig unklar. Die scharfe Schusswaffe mit dazugehöriger Munition wurde in der Wohnung gefunden und beschlagnahmt. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab bei dem 49-Jährigen einen Wert von knapp 2,2 Promille. Er war also deutlich betrunken.

Nach erkennungsdienstlicher Behandlung und einer Blutentnahme kam der Verdächtige wieder auf freien Fuß. Die Kriminalpolizei der Direktion 3 (Ost) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

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