Schon wieder fallen Schüsse in Berlin! Diesmal am frühen Morgen in Neukölln. In der belebten Hermannstraße stoppt ein Fahrzeug vor einem Café, dann knallen Schüsse. Die Täter verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind.
Bei Angriff sind mehrere Menschen im Café
Nach Angaben der Polizei feuerten Unbekannte aus dem Auto heraus auf das Lokal. Zwei Projektile trafen die Fensterfront und zerstörten die Scheiben. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, obwohl sich zum Zeitpunkt der Attacke mehrere Menschen im Café aufhielten. Während die Täter flüchteten, begann vor Ort die Spurensicherung.
Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Schusswaffenattacken, die die Hauptstadt seit Monaten in Atem hält. Erst am vergangenen Wochenende wurde in Schöneberg ein Mann angeschossen und am Unterkörper verletzt. Nur wenige Tage später rückte die Polizei mit einem Großaufgebot in den Volkspark Hasenheide aus, nachdem Zeugen Schüsse gemeldet hatten. Rund 50 Einsatzkräfte suchten das Gelände stundenlang ab, aber ohne Ergebnis.

Es geht um Erpressung und Machtkämpfe
Für die Ermittler ergibt sich ein klares Muster: Viele dieser Taten stehen im Zusammenhang mit kriminellen Milieus. Es geht um Erpressung, Machtkämpfe und Revierstreitigkeiten innerhalb der organisierten Kriminalität. Die Drahtzieher sitzen oftmals in der Türkei und heuern Attentäter im Internet über soziale Medien wie Tiktok an. Und immer wieder geraten dabei auch Unbeteiligte in Gefahr.
Die Sicherheitsbehörden reagieren mit spezialisierten Einheiten. Beim Landeskriminalamt wurde die Sondereinheit „Ferrum“ gegründet, die gezielt gegen solche Gewalt vorgehen soll. Auch die Staatsanwaltschaft hat mit der Ermittlungsgruppe „Telum“ nachgezogen. Durch Razzien in Bars und bekannten Treffpunkten soll der Druck auf die Szene erhöht werden.


