Einbruchs-Saison

Einbrecher verraten: Diese Geld-Verstecke sind ein echtes No-Go

Polizei und Versicherer warnen: Viele beliebte Bargeld-Verstecke fliegen Kriminellen in Sekunden auf.

Author - Tobias Esters
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Einbrecher greifen zuerst zu Bargeld: Täter durchsuchen Wohnungen oft im Schnellverfahren.
Einbrecher greifen zuerst zu Bargeld: Täter durchsuchen Wohnungen oft im Schnellverfahren.Michael Bihlmayer/IMAGO

Über ein Drittel der Deutschen bunkert Bargeld zuhause – in Schubladen, unter Matratzen, in vermeintlich cleveren Geheimverstecken. Doch viele dieser Orte fallen Einbrechern schneller auf, als man „Portemonnaie“ sagen kann. Besonders jetzt – in der dunklen Jahreszeit, wenn Kriminelle verstärkt unterwegs sind und viele Menschen zusätzlich ihr Weihnachtsgeld zuhause lagern, wird das zum echten Risiko.

Ein Ex-Einbrecher spricht Klartext: „Ich habe immer zuerst nach Bargeld gesucht“, sagt Hermann Wenning im Gespräch mit der Sicherheitsfirma „180° Sicherheit“. Und er verrät, wo er garantiert fündig wurde.

Kein gutes Versteck: Einbrecher sehen besonders gerne unter der Matratze nach.
Kein gutes Versteck: Einbrecher sehen besonders gerne unter der Matratze nach.photothek/IMAGO

Auch Polizei, Verbraucherschützer und Versicherer warnen: Die meisten Verstecke sind komplette Fehlgriffe. Einbrüche dauern oft nur wenige Minuten – genau dafür sind Profis perfekt trainiert.

Diese Geldverstecke finden Einbrecher als Erstes

Der Berliner KURIER zeigt ihnen, wo sie ihr Bargeld auf keinen Fall verstecken dürfen. Das sind die 10 schlechtesten Bargeld-Verstecke:

1. Unter der Matratze – der Klassiker, den jeder kennt

Die Polizei sagt: Matratzen werden reflexartig hochgehoben. Kaum einer macht sich mehr Mühe.

2. Sockenschublade & Kleiderschrank – das erste Ziel jedes Täters

Versicherer berichten: Kleidung wird fast immer als Erstes durchwühlt.

3. Geld im Bücherregal oder in Fake-Büchern – längst kein Geheimtipp mehr

Alles, was als „Geheimversteck“ im Netz kursiert, ist für Täter Standard.

4. Vorrats- und Keksdosen – Sekundensache für Profis

Küchenschränke werden ruckzuck ausgeräumt. Da bleibt nichts verborgen.

5. Hinter Bildern oder im Rahmen – altbekannter Trick

Bilder werden regelmäßig umgedreht. Viele Menschen klemmen dort Bargeld.

6. Schreibtisch- und Nachttischschubladen – der Top-1-Suchort

Schubladen: weniger als 15 Sekunden Widerstand, sagen Versicherer.

7. Kühlschrank, Staubsauger, Mikrowelle – die improvisierten Verstecke

Verbraucherschützer warnen: Geräte werden einfach geöffnet oder mitgenommen.

8. Geldkassetten – wirken sicher, sind es aber nicht

Die Polizei: „Geldkassetten werden einfach eingepackt.“

9. Garten und Blumenkübel – riskant und leicht beobachtbar

Die Allianz-Versicherung warnt: Großes Risiko, kaum Nutzen.

10. Fake-Steckdosen, Geheimdosen, Hohlräume – längst enttarnt

Alles, was als „Geheimversteck“ verkauft wird, ist für Täter längst Routine.

Hier ist Ihr Geld sicherer – zumindest ein bisschen

1. Ein verankerter Tresor

Nur schwere, fest verschraubte Modelle bieten echten Schutz.

2. Bankschließfach

Von Verbraucherschützern ausdrücklich empfohlen – sicher vor Einbruch, Feuer, Wasser.

3. Verstecke, die Zeit kosten

Täter haben Stress! Alles, wofür große und schwere Möbel bewegt werden müssen, schreckt ab.

4. Mehrere kleine Verstecke statt eines großen Depots

Werte aufteilen = Verlustrisiko senken.

5. Weniger Bargeld, weniger Schaden

Alle Experten sind sich einig: Große Summen gehören nicht in die Wohnung.

6. Extrem Verrückte und kreative Verstecke

In einem Locher, in einer Klopapierrolle oder sogar eingefroren in einer Suppe – ungewöhnlich, aber laut Sicherheitsexperten oft wirksam, weil Täter solche absurden Verstecke selten prüfen.

Egal ob Matratze, Mehltüte oder Fake-Dose – die meisten Verstecke fliegen Einbrechern in Sekunden auf. Wer sein Geld unbedingt zuhause lagern will, braucht also mehr Köpfchen als die Kriminellen.