Über ein Drittel der Deutschen bunkert Bargeld zuhause – in Schubladen, unter Matratzen, in vermeintlich cleveren Geheimverstecken. Doch viele dieser Orte fallen Einbrechern schneller auf, als man „Portemonnaie“ sagen kann. Besonders jetzt – in der dunklen Jahreszeit, wenn Kriminelle verstärkt unterwegs sind und viele Menschen zusätzlich ihr Weihnachtsgeld zuhause lagern, wird das zum echten Risiko.
Ein Ex-Einbrecher spricht Klartext: „Ich habe immer zuerst nach Bargeld gesucht“, sagt Hermann Wenning im Gespräch mit der Sicherheitsfirma „180° Sicherheit“. Und er verrät, wo er garantiert fündig wurde.

Auch Polizei, Verbraucherschützer und Versicherer warnen: Die meisten Verstecke sind komplette Fehlgriffe. Einbrüche dauern oft nur wenige Minuten – genau dafür sind Profis perfekt trainiert.
Diese Geldverstecke finden Einbrecher als Erstes
Der Berliner KURIER zeigt ihnen, wo sie ihr Bargeld auf keinen Fall verstecken dürfen. Das sind die 10 schlechtesten Bargeld-Verstecke:
1. Unter der Matratze – der Klassiker, den jeder kennt
Die Polizei sagt: Matratzen werden reflexartig hochgehoben. Kaum einer macht sich mehr Mühe.
2. Sockenschublade & Kleiderschrank – das erste Ziel jedes Täters
Versicherer berichten: Kleidung wird fast immer als Erstes durchwühlt.
3. Geld im Bücherregal oder in Fake-Büchern – längst kein Geheimtipp mehr
Alles, was als „Geheimversteck“ im Netz kursiert, ist für Täter Standard.
4. Vorrats- und Keksdosen – Sekundensache für Profis
Küchenschränke werden ruckzuck ausgeräumt. Da bleibt nichts verborgen.
5. Hinter Bildern oder im Rahmen – altbekannter Trick
Bilder werden regelmäßig umgedreht. Viele Menschen klemmen dort Bargeld.
6. Schreibtisch- und Nachttischschubladen – der Top-1-Suchort
Schubladen: weniger als 15 Sekunden Widerstand, sagen Versicherer.
7. Kühlschrank, Staubsauger, Mikrowelle – die improvisierten Verstecke
Verbraucherschützer warnen: Geräte werden einfach geöffnet oder mitgenommen.
8. Geldkassetten – wirken sicher, sind es aber nicht
Die Polizei: „Geldkassetten werden einfach eingepackt.“
9. Garten und Blumenkübel – riskant und leicht beobachtbar
Die Allianz-Versicherung warnt: Großes Risiko, kaum Nutzen.
10. Fake-Steckdosen, Geheimdosen, Hohlräume – längst enttarnt
Alles, was als „Geheimversteck“ verkauft wird, ist für Täter längst Routine.
Hier ist Ihr Geld sicherer – zumindest ein bisschen
1. Ein verankerter Tresor
Nur schwere, fest verschraubte Modelle bieten echten Schutz.
2. Bankschließfach
Von Verbraucherschützern ausdrücklich empfohlen – sicher vor Einbruch, Feuer, Wasser.
3. Verstecke, die Zeit kosten
Täter haben Stress! Alles, wofür große und schwere Möbel bewegt werden müssen, schreckt ab.
4. Mehrere kleine Verstecke statt eines großen Depots
Werte aufteilen = Verlustrisiko senken.
5. Weniger Bargeld, weniger Schaden
Alle Experten sind sich einig: Große Summen gehören nicht in die Wohnung.
6. Extrem Verrückte und kreative Verstecke
In einem Locher, in einer Klopapierrolle oder sogar eingefroren in einer Suppe – ungewöhnlich, aber laut Sicherheitsexperten oft wirksam, weil Täter solche absurden Verstecke selten prüfen.




