Schwere Ausschreitungen bei einer Anti-Polizei-Demonstration in Berlin: Beim Protestzug im Stadtteil Friedrichshain wurden am Freitagabend Polizisten angegriffen, es wurden verbotene Parolen gerufen und Pyrotechnik gezündet. Die Versammlung wurde schließlich aufgelöst.
Schon kurz nach Beginn flogen Flaschen und Böller
Der Aufzug war kurz vor 20 Uhr am Helsingforser Platz gestartet und sollte über die Marchlewskistraße und die Rigaer Straße bis zur Warschauer Straße führen. Doch schon kurz nach Beginn eskalierte die Lage. Schon bald nach Beginn des Aufzugs kam es zu gezielten Angriffen auf Einsatzkräfte, Böller- und Flaschenwürfen, sagt Polizeisprecher Martin Halweg. Außerdem sei mehrfach Pyrotechnik gezündet worden.

Die Demonstration wurde daraufhin mehrfach angehalten. Über Lautsprecherdurchsagen versuchte die Polizei, die Situation zu beruhigen. Zeitweise zeigte das auch Wirkung. Im weiteren Verlauf seien jedoch strafbare Parolen gerufen worden. Auch Würfe mit PET-Flaschen auf Polizisten habe es gegeben.
Polizei nimmt mehrere Demonstranten fest
„Wir haben Lautsprecherdurchsagen durchgeführt und die Versammlungsleitung noch mal aufgefordert, auf ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzuwirken“, so Halweg.
Wegen der anhaltenden Verstöße entschied die Polizei schließlich, die Demonstration aufzulösen. Mehrere Teilnehmer wurden festgenommen. Andere, die verbotene Parolen riefen, konnten wegen Vermummung teils nicht identifiziert werden.


