Chaos über den Wolken

Passagier aus Berlin übergibt sich und erzwingt Notlandung

Er übergab sich im Flieger und provozierte eine Landung: Ryanair-Flug muss außerplanmäßig runter. Für den Passagier könnte es teuer werden.

Author - Sebastian Karkos
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Das Flugzeug der irischen Airline Ryanair musste einen ungewollten Zwischenstopp einlegen.
Das Flugzeug der irischen Airline Ryanair musste einen ungewollten Zwischenstopp einlegen.Marcel Kusch/DPA

Was als normaler Flug von Berlin nach Alicante begann, endete für mehr als 150 Passagiere mit einer ungeplanten Zwischenlandung – und für einen Mann wohl mit einer saftigen Rechnung. Ein stark alkoholisierter Fluggast soll an Bord einer Ryanair‑Maschine derart randaliert haben, dass der Pilot gezwungen war, den Flug am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden abzubrechen.

Passagier verhielt sich kurz nach Start aggressiv

Nach Angaben der Polizei hatte sich der 43-Jährige kurz nach dem Start aggressiv verhalten und Mitreisende „in nicht akzeptabler Weise“ belästigt. Augenzeugen berichten von lautstarkem Pöbeln, zunehmender Unruhe in der Kabine – und schließlich davon, dass sich der Mann während des Fluges übergeben musste. Die Situation eskalierte so sehr, dass sich die Crew außerstande sah, den Flug regulär fortzusetzen.

Der Pilot entschied sich daraufhin zu einer Sicherheitsmaßnahme: Zwischenlandung in Baden-Württemberg. Dort wartete bereits die Polizei. Auf dem Vorfeld wurde der Mann aus der Maschine geholt – zum sichtbaren Aufatmen vieler Passagiere, die den Vorfall teils verängstigt, teils genervt verfolgt hatten.

Gepäck des Mannes musste aus Flieger geholt werden

Doch damit war der Ärger noch nicht vorbei. Da sich das Gepäck des Mannes im Frachtraum befand, musste das Flugzeug auf dem Rollfeld stehen bleiben. Erst nachdem weiteres Gepäck ausgeladen worden war, konnte der Koffer des Randalierers identifiziert und entfernt werden. Währenddessen harrten die übrigen Passagiere weiter an Bord aus – die Verspätung wuchs.

Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden bekam Besuch einer Ryanair-Maschine.
Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden bekam Besuch einer Ryanair-Maschine.Ardan Fuessmann/imago

Erst nach längerer Wartezeit setzte die Maschine ihren Flug fort und startete erneut Richtung Spanien.

Für den Mann dürfte der Ausflug allerdings endgültig beendet gewesen sein. Gegen ihn wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Luftsicherheitsgesetz ermittelt – und das kann teuer werden. Passagiere, die eine Zwischenlandung verursachen, können für die entstandenen Kosten haftbar gemacht werden.

Dazu zählen unter anderem zusätzlicher Kerosinverbrauch, außerplanmäßige Start- und Landegebühren am Ausweichflughafen, Kosten für die Crew sowie mögliche Umbuchungen oder Hotelübernachtungen für andere Reisende. Die Rechnung kann schnell fünfstellig ausfallen, in manchen Fällen sogar darüber hinausgehen.

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