Was als normaler Flug von Berlin nach Alicante begann, endete für mehr als 150 Passagiere mit einer ungeplanten Zwischenlandung – und für einen Mann wohl mit einer saftigen Rechnung. Ein stark alkoholisierter Fluggast soll an Bord einer Ryanair‑Maschine derart randaliert haben, dass der Pilot gezwungen war, den Flug am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden abzubrechen.
Passagier verhielt sich kurz nach Start aggressiv
Nach Angaben der Polizei hatte sich der 43-Jährige kurz nach dem Start aggressiv verhalten und Mitreisende „in nicht akzeptabler Weise“ belästigt. Augenzeugen berichten von lautstarkem Pöbeln, zunehmender Unruhe in der Kabine – und schließlich davon, dass sich der Mann während des Fluges übergeben musste. Die Situation eskalierte so sehr, dass sich die Crew außerstande sah, den Flug regulär fortzusetzen.
Der Pilot entschied sich daraufhin zu einer Sicherheitsmaßnahme: Zwischenlandung in Baden-Württemberg. Dort wartete bereits die Polizei. Auf dem Vorfeld wurde der Mann aus der Maschine geholt – zum sichtbaren Aufatmen vieler Passagiere, die den Vorfall teils verängstigt, teils genervt verfolgt hatten.
Gepäck des Mannes musste aus Flieger geholt werden
Doch damit war der Ärger noch nicht vorbei. Da sich das Gepäck des Mannes im Frachtraum befand, musste das Flugzeug auf dem Rollfeld stehen bleiben. Erst nachdem weiteres Gepäck ausgeladen worden war, konnte der Koffer des Randalierers identifiziert und entfernt werden. Währenddessen harrten die übrigen Passagiere weiter an Bord aus – die Verspätung wuchs.

Erst nach längerer Wartezeit setzte die Maschine ihren Flug fort und startete erneut Richtung Spanien.
Für den Mann dürfte der Ausflug allerdings endgültig beendet gewesen sein. Gegen ihn wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Luftsicherheitsgesetz ermittelt – und das kann teuer werden. Passagiere, die eine Zwischenlandung verursachen, können für die entstandenen Kosten haftbar gemacht werden.




