Der Nahostkonflikt hat nicht nur den Tourismus in der Region getroffen. Für Urlaubsländer wie die Vereinigten Arabischen Emirate (Dubai, Abu Dhabi), Oman oder Katar gibt es seit Ende Februar 2026 eine Reisewarnung. Aber auch in Europa leiden Regionen unter der Krise – allen voran Zypern.
Für Zypern gibt es weiter Reise‑ und Sicherheitshinweise
Nach einem Drohnenangriff auf einen britischen Militärstützpunkt auf Zypern am 2. März 2026 hatte die US‑Regierung ihre Bürger aufgerufen, geplante Reisen auf die Mittelmeerinsel zu überdenken. Deutschland ging nicht so weit. Eine offizielle Reisewarnung gab es nicht, lediglich die sogenannten „Reise‑ und Sicherheitshinweise“, die bis heute gelten.
Folge: Der Tourismus brach im Frühjahr ein und hinterließ tiefe Spuren. Auf Zypern verzweifelte man: „Wir sind Hunderte von Kilometern entfernt, es ist nur so, dass die Karte einen anderen Eindruck vermittelt“, erklärte der stellvertretende Tourismusminister Kostas Koumis. Die Regierung reagierte noch im März mit einem Tourismus‑Hilfspaket von 200 Millionen Euro.

Wie sieht es aktuell aus? Das Auswärtige Amt gibt noch keine Entwarnung für Zypern und informiert: „Die Sicherheitslage in der gesamten Region bleibt höchst volatil.“ Weiter heißt es: „Es besteht das Risiko einer erneuten Verschärfung der Sicherheitslage und erneuter Einschränkungen des Flugverkehrs.“
Der Tourismus erholt sich nur langsam. Der KURIER hörte sich bei den drei größten deutschen Reiseveranstaltern um.

ALLTOURS schreibt: „Nach einem sehr guten Saisonstart haben wir zu Beginn des Konflikts im Nahen Osten eine temporäre Zurückhaltung bei den Buchungen von Zypernreisen verzeichnet. Inzwischen normalisiert sich die Buchungsnachfrage wieder.“
Zypern ist vor allem bei Frühbuchern beliebt
TUI hingegen spürt nach eigenen Angaben „eine Buchungszurückhaltung. Hier gab es ein großes Volumen an Frühbuchern, während das Reiseziel aktuell eher kurzfristig gebucht wird.“




