Wird die Mokka-Milch-Eisbar diese Schlappe so kurz nach der Wiedereröffnung verkraften? Erst am Donnerstag hatte das Café aus DDR-Zeiten unter dem Namen „mokka*milch“ wiedereröffnet. Schon am Sonntag standen Berliner nun ungeplant vor verschlossenen Türen. Das Lokal muss vorübergehend schließen. Der Grund ist ausgerechnet ein zu großer Kundenandrang.
Betreiber unterschätzen Interesse an der Mokka-Milch-Eisbar
Große Enttäuschung am Sonntagmittag in Berlin-Mitte: Mehrere Besucher stehen vor der verschlossenen Tür der frisch eröffneten Mokka-Milch-Eisbar an der Karl-Marx-Allee und schauen durch die Scheiben ins Innere. Eigentlich wollten sie Kaffee trinken oder ein Eis genießen, doch nur drei Tage nach dem Neustart bleibt das Traditionslokal schon wieder dicht. Die Berliner Morgenpost berichtet.

Der Grund: technische Probleme und ein Besucheransturm, der die Betreiber komplett überrollt hat. Vor allem eine defekte Kaffeemaschine sorgt derzeit für Stillstand im Betrieb. Gleichzeitig hatten die Betreiber unterschätzt, wie groß das Interesse an der Wiedereröffnung der Kultadresse aus DDR-Zeiten sein würde.
Schon in den ersten Tagen zeigte sich, dass der Neustart alles andere als reibungslos lief. Die Nachfrage war enorm, während die Abläufe im frisch eröffneten Betrieb noch nicht eingespielt waren. Das führte zu Verzögerungen und Unzufriedenheit – ein Zustand, den die Betreiber so nicht akzeptieren wollten.
Ansturm bei Eröffnung überfordert das Team komplett
Erst Ende Mai hatte das Café unter dem Namen „mokka*milch“ wieder geöffnet, nachdem ein erster Termin wegen Bauarbeiten verschoben werden musste. Beim sogenannten Soft Opening strömten dann rund 800 Gäste ins Lokal – Bedingungen, die eher einem regulären Großbetrieb entsprachen als einem Testlauf.

Das Konzept eines Soft Openings sieht eigentlich vor, Abläufe in Ruhe zu testen und das Team einzuarbeiten. Doch davon konnte keine Rede sein. Die Betreiber erklärten später, man habe kaum Gelegenheit gehabt, Prozesse im Service durchzuspielen, da die Bauarbeiten erst kurz zuvor abgeschlossen worden seien.
Zusätzlich kam es zu technischen Ausfällen: Zeitweise fiel der Strom aus, später streikte auch noch die Kaffeemaschine. Manche Gäste mussten längere Zeit auf Bestellungen warten. Aus Sicht des Betreibers entsprach das nicht den eigenen Ansprüchen, weshalb schließlich die Reißleine gezogen wurde.
Betreiber ziehen Konsequenzen nach zwei Tagen Betrieb
Bereits nach zwei Tagen mit jeweils hunderten Gästen entschieden sich die Betreiber, den Betrieb vorerst wieder einzustellen. Ihr Ziel ist es, die technischen Probleme zu beheben und die Abläufe besser vorzubereiten, bevor erneut geöffnet wird.



