Dauerstress für Autofahrer

Elf neue Baustellen am Montag – und ein Schild, das alles ändern soll

Berlin führt ein neues Baustellenschild ein. Es zeigt künftig klar, wer baut, warum und wie lange – passend zum Start von elf neuen Baustellen am Montag.

Author - Stefan Henseke
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So soll das neue Baustellenschild in Berlin aussehen. Alle Angaben zu Firmen und Kontaktdaten auf dem Schild sind fiktiv.
So soll das neue Baustellenschild in Berlin aussehen. Alle Angaben zu Firmen und Kontaktdaten auf dem Schild sind fiktiv.SenMVKU, STH/KI/Berliner KURIER

Fast täglich berichtet auch der Berliner KURIER über neue Baustellen, die plötzlich in Berlin aufploppen und den Verkehr ausbremsen. Ärgerlich: Meist wissen Anwohner und betroffene Verkehrsteilnehmer gar nicht, warum und wie lange dort gebaut wird. Das soll sich jetzt ändern. KURIER erklärt das neue Baustellenschild, das jetzt verpflichtend wird. Das hätte man auch heute schon gebraucht: Denn am Montag kommen elf neue Baustellen in der Hauptstadt hinzu.

KURIER erklärt das neue Baustellenschild

„Mit dem neuen Baustellenschild schaffen wir mehr Transparenz im Berliner Baustellenmanagement“, sagt Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU). Künftig sollen alle Baustellen im öffentlichen Straßenland einheitliche und gut lesbare Hinweisschilder erhalten, auf denen die wichtigsten Informationen für die Berliner übersichtlich dargestellt sind.

„Wer Verkehrsraum in Anspruch nimmt, muss klar und verständlich informieren“, betont die Senatorin. Auf den Schildern müssen künftig stehen: wer baut, im Auftrag welcher Stelle, welche Straßenbaubehörde zuständig ist, der Grund der Maßnahme, die geplante Bauzeit sowie – falls nötig – Begründung und Dauer einer Bauverlängerung.

Berlins neuer Baustellen-Manager Jörg Seegers, der sein Amt im Februar angetreten hat, soll dafür sorgen, dass Bauarbeiten künftig weniger Staus und Verkehrschaos verursachen. Seegers hatte angekündigt, die Informationen über laufende Baustellen deutlich zu verbessern und transparenter zu machen, was wo passiert.

So sieht das neue Baustellenschild für das Berliner Straßenland aus.
So sieht das neue Baustellenschild für das Berliner Straßenland aus.SenMVKU

Eine bessere Information ist auch bitter nötig. Täglich kommen in Berlin neue Baustellen hinzu, an Dutzenden Stellen wird gleichzeitig gebaut. Das sind laut Berliner Verkehrsinformationszentrale VIZ die neuen Baustellen vom Montag.

Treptow-Köpenick: Wieder Brückensperrung am Bahnhof

Köpenick: Wegen der Umbauarbeiten am S-Bahnhof Köpenick wurde die Hämmerlingstraße unterhalb des Bahndamms ab etwa 6 Uhr wieder mal komplett dicht gemacht. Die Sperrung gilt für Autos, Radfahrer und Fußgänger – und bleibt bis 5. Juni 2026 bestehen.

Baumschulenweg: Auf der Kiefholzstraße sind am Vormittag Leitungsarbeiten gestartet. Zwischen Baumschulenstraße und Rinkartstraße übernimmt bis Ende August eine Baustellenampel die Verkehrsführung. Die Mörikestraße wird zur Sackgasse und ist von der Kiefholzstraße abgehängt.

Die Hämmerlingstraße unterhalb des Bahndamms in Berlin-Köpenick ist mal wieder komplett gesperrt. Hier wird schon seit 2023 gebaut.
Die Hämmerlingstraße unterhalb des Bahndamms in Berlin-Köpenick ist mal wieder komplett gesperrt. Hier wird schon seit 2023 gebaut.Matthias Koch/imago

Pankow: Fahrbahn verengt auf der Schönhauser Allee

Prenzlauer Berg: Auf der Schönhauser Allee gibt es seit dem Morgen eine neue Baustelle. Bis Ende September steht Richtung Wisbyer Straße zwischen Sredzkistraße und Danziger Straße nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Buch: Kaum ist die Wiltbergstraße seit Samstag wieder offen, folgt die nächste Sperrung. Der Pölnitzweg wurde am Morgen zwischen Alt‑Buch und Röbellweg geschlossen. Bis Mitte August laufen dort Brückenarbeiten. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Viereckweg und Röntgentaler Weg werden zur Sackgasse.

Marzahn-Hellersdorf: Zossener Straße dicht

Hellersdorf: Auf der Zossener Straße wird seit dem Morgen die Fahrbahn repariert. Bis Freitag bleibt die Fahrbahn Richtung Stendaler Straße zwischen Luckenwalder Straße und Michendorfer Straße für den Kfz‑Verkehr gesperrt.

Mitte: Neue Staugefahr am Alexanderplatz

Mitte: Am Vormittag wird die Baustelle auf der Otto-Braun-Straße zwischen Alexanderstraße und Karl‑Marx‑Allee umgebaut. Bis Ende Juni steht stadtauswärts nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Stadteinwärts bleibt die Fahrbahn auf einen Geradeaus- und einen Rechtsabbiege‑Streifen reduziert.

Wer aus der Alexanderstraße auf die Otto-Braun-Straße abbiegt, landet im Stau. Stadtauswärts ist nur noch eine Spur offen.
Wer aus der Alexanderstraße auf die Otto-Braun-Straße abbiegt, landet im Stau. Stadtauswärts ist nur noch eine Spur offen.Joko/imago

Tempelhof-Schöneberg: Engpass auf der Schmiljanstraße

Friedenau: Der Neubau einer Gehwegüberfahrt hat am Morgen auf der Schmiljanstraße begonnen. Bis Mitte Juni steht Richtung Kaiser‑Wilhelm‑Platz zwischen Rheinstraße und Hanjerystraße nur ein Fahrstreifen bereit.

Lankwitz: Auf der Tautenburger Straße wird am Stromnetz gearbeitet. Bis Freitag müssen sich beide Fahrtrichtungen zwischen Brotteroder Straße und Frankenhauser Straße einen gemeinsamen Fahrstreifen teilen.

Friedrichshain-Kreuzberg: Manteuffelstraße komplett gesperrt

Kreuzberg: Auf der Manteuffelstraße haben am Morgen Leitungsarbeiten begonnen. Zwischen Reichenberger Straße und Skalitzer Straße ist die Straße bis Anfang August in beide Richtungen für Auto- und Radverkehr dicht.

Neukölln: Buckower Damm stadteinwärts gesperrt

Buckow: Auf dem Buckower Damm wird seit dem Morgen an den Wasserleitungen gearbeitet. Zwischen Ringslebenstraße und Möllnerweg bleibt die Straße bis Ende Juli stadteinwärts für Auto- und Radverkehr gesperrt.

Reinickendorf: Verengung auf dem Waidmannsluster Damm

Tegel: Auf dem Waidmannsluster Damm starten am Morgen Arbeiten am Stromnetz. Bis Freitag ist die Fahrbahn Richtung Karolinenstraße zwischen Bonifaziusstraße und Kettelerpfad verengt.

Sind Sie auch von den Berliner Dauerbaustellen genervt? Schreib Sie uns per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com.