Vorsicht, es kracht!

Unwetter im Anmarsch: Der große Gewitter-Fahrplan für Ihre Region!

Gewitter, Starkregen und Sturmböen: Die Woche bleibt turbulent. Hier erfahren Sie, wann es in Ihrer Region besonders heftig wird.

Author - Florian Thalmann
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Meteorologe Dominik Jung sieht in den kommenden Tagen noch ordentliche Gewitter auf uns zukommen. Und auch der Deutsche Wetterdienst warnt vor weiteren Unwettern.
Meteorologe Dominik Jung sieht in den kommenden Tagen noch ordentliche Gewitter auf uns zukommen. Und auch der Deutsche Wetterdienst warnt vor weiteren Unwettern.wetter.net/Youtube

Schon am vergangenen Wochenende rauschte Deutschland in die Gewitter-Saison – und auch diese Woche kehrt keine wirkliche Ruhe ein. Immer wieder wird es im ganzen Land blitzen und donnern, immer wieder kommt es zu Gewittern, teilweise mit Starkregen und Sturmböen. Aber: Wann kracht es wo? Wir haben für Sie den großen Gewitter-Fahrplan für die erste Wochenhälfte mit allen Warnungen des Deutschen Wetterdienst (DWD) zusammengestellt und verraten, in welchen Regionen es wann krachen könnte.

Der Sommer hat begonnen, die Gewitter lassen nicht nach

Der Juni ist da – und mit ihm auch der meteorologische Sommer. Die warme Jahreszeit hat am Montag offiziell begonnen, doch statt strahlendem Sonnenschein erwartet uns auch diese Woche eher turbulentes Wetter. Es könnte wieder heftig gewittern, regnen und stürmen! „Nach den Gewittern ist vor den nächsten Gewittern“, sagt Meteorologe Dominik Jung in seinem aktuellen Wetterbericht. „Es drohen zum Teil wieder Unwetter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel – alles in dieser Woche.“

Der Montag soll noch entspannend sein – zwar gibt es in Mitteldeutschland und im Südosten noch Regenschauer und hier und da auch kleinere Gewitter. Aber: Die Temperaturen liegen mit Werten zwischen meist 20 und 25 Grad eher im mittelmäßigen Bereich und fallen etwas milder als in der vergangenen Woche aus. „Da kann man mal ordentlich durchlüften“, sagt Dominik Jung. Aktuell schiebt sich ein Tiefdruckgebiet aus der Richtung des Atlantik nach Deutschland. Und das sorgt in den kommenden Tagen noch einmal für turbulentes Wetter.

Da braut sich etwas zusammen: Wie hier in Bayern wird es auch diese Woche immer wieder am Himmel über Deutschland aussehen. Es gibt Gewitter!
Da braut sich etwas zusammen: Wie hier in Bayern wird es auch diese Woche immer wieder am Himmel über Deutschland aussehen. Es gibt Gewitter!Jan Eifert/imago

Schon am Dienstag beginnt es wieder zu brodeln. „Im Westen kommt eine Gewitterfront herangezogen – und die hat es in sich.“ Zwischen Nordsee und Schwarzwald gibt es laut Dominik Jung Potenzial für kräftige Gewitter. „Zum Teil auch Unwetterpotenzial durch Sturmböen, Starkregen und Hagel.“ Im Osten sei es anfangs noch ruhiger. „Aber auch da kommen später Schauer und Gewitter an“, sagt Jung. Auch am Mittwoch gibt es letzte Ausläufer der Gewitter. Aber: Welche Region erwischt es wann genau? Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt ausführlich vor den Gewittern – hier kommt der Fahrplan!

Großer Gewitter-Fahrplan: Hier kracht es im Osten

Berlin und Brandenburg: In der Nacht zum Mittwoch kann es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) einzelne Gewitter zwischen Prignitz und Fläming geben – es muss mit Starkregen bis zu 15 Liter pro Quadratmeter in der Stunde und Sturmböen bis 70 Kilometer pro Stunde gerechnet werden.

Sachsen: Schon am Dienstagabend gibt es in Sachsen starke Gewitter im Südwesten des Bundeslandes. In kurzer Zeit sollen 25 Liter Regen pro Quadratmeter fallen und es gibt stürmische Böen mit Windgeschwindigkeiten bis 70 Kilometer pro Stunde, die sich über die Nacht in Richtung Osten verlagern.

Thüringen: Bereits am Dienstagnachmittag ziehen aus Südwesten starke Gewitter nach Thüringen. Dabei werden in kurzer Zeit bis zu 25 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet, begleitet von stürmischen Böen mit Geschwindigkeiten bis zu 70 Kilometern pro Stunde. In der Nacht verlagern sich die Gewitter weiter in Richtung Nordosten und schwächen sich dabei allmählich ab.

Ein Auto fährt über eine überflutete Straße: In NRW wüteten am Wochenende bereits heftige Unwetter. Es die Gewitter-Saison hat gerade erst angefangen.
Ein Auto fährt über eine überflutete Straße: In NRW wüteten am Wochenende bereits heftige Unwetter. Es die Gewitter-Saison hat gerade erst angefangen.David-Wolfgang Ebener/dpa

Sachsen-Anhalt: Am Dienstagabend erreichen laut Deutschem Wetterdienst aus Südwesten Gewitter Sachsen-Anhalt. Dabei fällt in kurzer Zeit Starkregen von bis zu 25 Litern pro Quadratmeter, begleitet von stürmischen Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 70 Kilometern pro Stunde. In der Nacht zum Mittwoch ziehen die Gewitter weiter in Richtung Nordosten.

Mecklenburg-Vorpommern: In der Nacht zum Mittwoch sind in Mecklenburg vereinzelt Gewitter möglich. Dabei kann es lokal zu Starkregen von rund 15 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde kommen, außerdem sind Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 70 Kilometern pro Stunde nicht ausgeschlossen, insgesamt gilt die Wahrscheinlichkeit jedoch als gering.

Gewitter auch in NRW und Rheinland-Pfalz

Nordrhein-Westfalen: Am Dienstag ziehen ab den Mittagsstunden von Westen her verbreitet Gewitter nach Nordrhein-Westfalen. Dabei kommt es zu Starkregen mit Mengen zwischen 15 und 25 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde, begleitet von kleinkörnigem Hagel und Sturmböen bis zu 75 Kilometern pro Stunde.

Lokal sind auch unwetterartige Entwicklungen mit heftigem Starkregen um 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Im Laufe des Tages breiten sich die Gewitter ostwärts aus, am Abend schwächen sie sich ab und ziehen in der Nacht zum Mittwoch weiter nach Osten ab.

Rheinland-Pfalz: Am Dienstag ziehen im Tagesverlauf von Südwesten her wiederholt Gewitter nach Rheinland-Pfalz. Dabei ist mit Starkregen zwischen 15 und 25 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde zu rechnen, begleitet von kleinkörnigem Hagel und Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 75 Kilometern pro Stunde. Lokal sind auch unwetterartige Entwicklungen mit heftigem Starkregen um 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit nicht ausgeschlossen. Im Laufe des Tages breiten sich die Gewitter weiter nach Osten aus, am Abend lassen sie nach und ziehen in der Nacht zum Mittwoch ostwärts ab.

Schon am vergangenen Wochenende gab es in Teilen Deutschlands heftige Gewitter. Unwetter gehören auch in dieser Woche dazu.
Schon am vergangenen Wochenende gab es in Teilen Deutschlands heftige Gewitter. Unwetter gehören auch in dieser Woche dazu.Patrick Pleul/dpa

Schleswig-Holstein: In der Nacht zum Mittwoch ziehen von Westen her vermehrt starke Gewitter nach Schleswig-Holstein. Dabei ist mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde zu rechnen, zudem treten stürmische Böen mit Geschwindigkeiten von etwa 70 Kilometern pro Stunde auf. Lokal sind auch unwetterartige Entwicklungen mit heftigem Starkregen um 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit nicht ausgeschlossen.

Gewitter mit heftigen Sturmböen in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg: Am Montagnachmittag kommt es von der Schwäbischen Alb ausgehend südostwärts zu einzelnen Gewittern. Dabei treten Starkregen mit Mengen von bis zu 20 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde sowie stürmische Böen bis zu 70 Kilometern pro Stunde auf. Am Dienstag entwickeln sich in den Nachmittagsstunden von West nach Ost verbreitet starke Gewitter im gesamten Bundesland. Hierbei sind starke bis stürmische Böen zwischen 50 und 70 Kilometern pro Stunde sowie stellenweise Starkregen von bis zu 15 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Ausgehend von der Schwäbischen Alb und in Richtung Oberschwaben ziehend, können örtlich auch unwetterartige Entwicklungen auftreten.

Dann ist mit heftigem Starkregen bis zu 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde, Hagel sowie teils Sturm- und schweren Sturmböen zwischen 70 und 90 Kilometern pro Stunde aus westlicher Richtung zu rechnen. In der Nacht zum Mittwoch treten zudem erneut vereinzelt Gewitter auf, die von starken Windböen bis etwa 60 Kilometer pro Stunde begleitet werden.

Auch in Bayern kracht und schüttet es ordentlich

Bayern: Hier kommt es am Montag tagsüber in Richtung Osten zu einzelnen Gewittern. Dabei sind Starkregen mit Mengen von bis zu 20 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich, begleitet von Böen bis zu 60 Kilometern pro Stunde und kleinkörnigem Hagel. Ab Dienstagabend ziehen von Westen her erneut Gewitter auf, die bis in die erste Nachthälfte zum Mittwoch andauern.

Dabei werden Starkregenmengen um 20 Liter pro Quadratmeter erwartet, zudem treten Böen zwischen 60 und 80 Kilometern pro Stunde sowie kleiner Hagel auf. Lokal sind auch unwetterartige Entwicklungen nicht ausgeschlossen. Dann kann es zu heftigem Starkregen um 30 Liter pro Quadratmeter, Hagel mit einem Durchmesser von bis zu zwei Zentimetern sowie einzelnen schweren Sturmböen bis etwa 100 Kilometern pro Stunde kommen.

Hessen: Am Dienstagnachmittag ziehen von Westen her verbreitet Gewitter nach Hessen. Dabei kommt es zu Starkregen mit Mengen zwischen 15 und 25 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde, begleitet von kleinkörnigem Hagel und Sturmböen bis zu 75 Kilometern pro Stunde. Lokal sind auch unwetterartige Entwicklungen mit heftigem Starkregen um 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit nicht ausgeschlossen. Im weiteren Tagesverlauf breiten sich die Gewitter ostwärts aus, am Abend schwächen sie sich ab und ziehen in der Nacht zum Mittwoch nach Osten ab.

Gewitter bleiben uns noch etwas länger erhalten

Die akuten Warnungen reichen nur bis Mittwoch – auch danach könnten uns Schauer und Gewitter allerdings erhalten bleiben. Donnerstag und Freitag mischt sich in den  Sonnenschein auch immer wieder Regen. „Kurze Gewitter können auch nochmal mit dabei sein, werden aber immer weniger“, sagt Dominik Jung von wetter.net. Am Wochenende erholt sich die Wetterlage dann etwas: Es gibt viel Sonnenschein und Temperaturen zwischen 17 und 25 Grad, nur im Südwesten kann Regen und ab und an ein kleines Gewitter das schöne Wetter stören.

Was halten Sie vom Wetter und den aktuellen Prognosen? Schicken Sie uns Ihre Meinung per Mail an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!