Krasse Prognose

Unwetter-Warnung: Hier donnert und blitzt es noch – und hier wird der Sommer viel zu warm

Meteorologe Dominik Jung erwartet einen heißen, trockenen Sommer. Nach dem Unwetter: So entwickelt sich das Wetter in Deutschland bis ind en August.

Author - Stefan Henseke
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Meteorologe Dominik Jung steht vor einer Wetterkarte des amerikanischen Wettermodells, die flächendeckend für Juli in ganz Europa zu warme Temperaturen anzeigt.
Meteorologe Dominik Jung steht vor einer Wetterkarte des amerikanischen Wettermodells, die flächendeckend für Juli in ganz Europa zu warme Temperaturen anzeigt.wetter.net/youtube

Die Unwetter vom Wochenende ziehen gerade Richtung Osten ab. Viele Regionen hat es zum Glück nicht so schlimm erwischt, wie von den Meteorologen vorhergesagt. War es der letzte heftige Regen für längere Zeit? Am Montag beginnt der meteorologische Sommer. Und Dominik Jung spricht schon jetzt von einem zu heißen und trockenen Sommer, der uns erwartet. Die Prognosen seien sich zurzeit einig wie selten.

Unwetter ziehen ab – wie es jetzt weitergeht

Unwetter im Westen und Südwesten – nur Berlin wird an diesem Wochenende kaum etwas Regen abbekommen haben. Zwar bewegt sich gerade eine schwere Regenfront Richtung Osten, doch Berlin wird diese laut Regenradar von Wetteronline gegen 18 Uhr nur streifen. Heftiger wird es nur im südlichen Brandenburg und in Sachsen.

DWD warnt weiter: Diese Regionen sind noch betroffen

Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes gibt es zurzeit nur für Niedersachsen, den nordöstlichen Teil von NRW, Teile von Baden-Württemberg und Bayern. Unwettergefahr (Alarmstufe Rot) besteht im Moment (16.30 Uhr) in NRW zwischen Bocholt, Münster und Hamm, in einem Streifen zwischen NRW (Paderborn) und Mühlhausen (Thüringen) sowie zwischen Baden-Baden und Böblingen (Baden-Württemberg) und im Raum Heidelberg.

Nach den heftigen Gewittern vom Wochenende gönnt uns das Wetter am Montag erst einmal eine kurze Atempause. Nur in Sachsen, Thüringen und Bayern sorgen die letzten Reste des abziehenden Tiefs für Regen. Blitz und Donner sind aber kein Thema mehr.

Aus Westen setzt sich freundlicheres Wetter durch: Sonne, ein paar Quellwolken, hier und da ein kurzer Schauer. In den meisten Regionen bleibt es jedoch trocken, das Gewitterrisiko ist gering. Die Temperaturen liegen bei 21 bis 24 Grad, im Rhein-Main-Gebiet sogar bei 25 Grad.

Dienstag drohen neue Gewitter mit Unwetterpotenzial

Die Ruhe hält allerdings nicht lange. Schon am Dienstagnachmittag drohen in der Westhälfte erneut kräftige Gewitter – diesmal wieder mit Unwetterpotenzial. Die Temperaturen sind aber sommerlich warm: 24 bis 26 Grad. Nur im Nordwesten wird es mit 18 bis 20 Grad kühler.

Es wird wieder ruhiger, Regen nur noch im Norden und Nordosten. Die Temperaturen pegeln sich bei 19 Grad (Rügen) bis 26 Grad (Südwesten) ein, in Berlin und Brandenburg werden 21 Grad erwartet.

Es dürfte ein Freibad-Sommer werden. Laut Wetter-Experte Dominik Jung werden die kommenden Monate wärmer und trockener als üblich.
Es dürfte ein Freibad-Sommer werden. Laut Wetter-Experte Dominik Jung werden die kommenden Monate wärmer und trockener als üblich.Thomas Warnack/dpa

In den Tagen darauf kommt die Wärme zurück – bis 25 Grad (Donnerstag), 28 Grad (Freitag) und sogar 29 Grad (Samstag).

Prognose von Dominik Jung: Sommer wird heiß und trocken

Trotz des Regens der vergangenen Tage: Der Frühling war zu warm, zu trocken und zu sonnig, sagt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Und der Sommer scheint das fortsetzen zu wollen. Im Osten und Südosten soll der Juni im Schnitt 2 Grad wärmer als normal werden, im übrigen Land 0,5 bis 1 Grad mehr. Ein Blick auf die Wetterkarte des CFS-Modells zeigt: In ganz Europa wird es viel zu warm. Fast nur Rot und Orange auf der Karte.

Dazu kommt Trockenheit. „Im Osten sehr trocken, im Süden sehr trocken, im Westen sehr trocken“, erklärt Dominik Jung. Nur in der Mitte des Landes falle so viel Regen wie im langjährigen Mittel.

Langfristmodelle einig: Deutschland vor zu warmen Sommermonaten

Im Juli könnte die Hitze dann sogar noch einmal aufdrehen. Die Prognose aus den USA sieht fast für das ganze Land plus 2 Grad voraus, nur im Norden werde es nicht ganz so heftig werden. Die Regenwolken machten sich dann vor allem im Osten und in Bayern noch rarer. Jung spricht vom zweiten Monat in Folge, der zu trocken ausfallen könnte.

Ähnlich im August. Auch der wird laut Wetterprognose aus den USA 0,5 bis 1 Grad zu warm, in Bayern sogar bis zu 2 Grad.

Das europäische Wettermodell ECMWF liegt von der Tendenz her sehr ähnlich: zu warm, zu wenig Regen. Bis zu 2 Grad wärmer für den Juni, der Juli könnte hier sogar 2 bis teilweise 3 Grad wärmer werden, 1 bis 1,5 Grad mehr im August.

Wir können also festhalten, sagt Dominik Jung: Die beiden führenden Langfrist-Wettermodelle würden wärmere Sommermonate als üblich voraussehen.

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