So stellt man sich einen Abschied nach über 30 Jahren wohl nicht vor. Die ARD macht Schluss mit „Immer wieder sonntags“ und Stefan Mross (50) muss seine eigene Erfolgsshow jetzt zu Grabe tragen. Doch statt nachzutreten, überrascht der Moderator beim Start der letzten Saison. Statt Frust versucht er, gute Laune zu vermitteln.
Stefan Mross richtet sich in seiner Live-Show ans Publikum
Mit sichtbaren Emotionen steht Stefan Mross wieder vor seinem Publikum. Die Zukunft seiner beliebten Sonntagsshow ist längst besiegelt. Aus Kostengründen wird „Immer wieder sonntags“ nach mehr als 30 Jahren Aufgrund von Sparmaßnahmen der ARD eingestellt. Die Entscheidung traf den Schlagerstar schwer.
Öffentlich hatte Mross seinem Ärger bereits Luft gemacht. Vor allem die Art und Weise der Kommunikation kritisiert er deutlich. Der Moderator wirft der ARD fehlende Empathie vor. Doch bei seiner ersten Sendung der letzten Staffel will er offenbar einen anderen Ton anschlagen.
„Ich habe mir wirklich lange überlegt, was soll ich denn zur ersten Sendung, beziehungsweise zur ersten Moderation erzählen? Sie haben es ja alle mitbekommen“, sagt der 50-Jährige am Sonntagmorgen zu Beginn der Live-Show.

Viele Zuschauer hatten wohl mit einer erneuten Abrechnung gerechnet. Doch Mross nutzte den Moment nicht für weitere Vorwürfe. Stattdessen zeigt er sich versöhnlich. „An dieser Stelle will ich mich erst mal bedanken, beim SWR, bei der ARD, bei Werner-Kimmig-Entertainment, bei meinem besten Freund, beim Europapark“, erklärte er.
Der Moderator möchte den Blick nun offenbar nach vorne richten. Noch 13 Ausgaben der Kult-Sendung liegen vor ihm. Diese Zeit will Mross gemeinsam mit seinem Team und seinem Publikum nutzen.
Stefan Mross: „Wie soll es zwischenmenschlich weitergehen?“
Ganz vergessen ist der Ärger um das Aus aber offenbar nicht. Auch die Frage, wie es nach der Entscheidung hinter den Kulissen weitergeht, beschäftigt ihn. Eine Spitze verkneift er sich nicht. „Dann denkt man sich weiter, wenn man da rauskommt, wie soll es da zwischenmenschlich weitergehen?“, sagt der Moderator.



