Berlin wächst, aber in der Hauptstadt wird trotzdem immer weniger geboren. Wie das Amt für Statistik Berlin‑Brandenburg mitteilt, wurden im Jahr 2025 insgesamt 33.240 Geburten registriert – knapp fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Damit erreicht die Zahl der Neugeborenen den niedrigsten Stand seit Beginn der Einwohnerregisterstatistik.
Geburtendefizit bleibt nahezu unverändert
Zwar ging auch die Zahl der Sterbefälle um 4,3 Prozent auf 37.899 zurück, das Geburtendefizit blieb mit 4659 Personen jedoch nahezu unverändert.
Interessant: Der Geburtenrückgang trifft alle Berliner Bezirke. Besonders stark fällt der Rückgang in Reinickendorf (-8,3 Prozent) sowie in den traditionell geburtenstarken Bezirken Pankow (-7,5 Prozent) und Mitte (-7,2 Prozent) aus. Am geringsten ist der Rückgang in Marzahn‑Hellersdorf (-1,7 Prozent). Innerhalb der Bezirke zeigen sich teils starke Unterschiede.
So verzeichnet in Reinickendorf der sogenannte Planungsraum Wittenau Süd fast die Hälfte weniger Geburten als im Vorjahr, während es in anderen Räumen wie Reinickes Hof deutliche Zuwächse gibt.

Auch in Mitte gehen in vielen Bereichen des Wedding die Geburtenzahlen zweistellig zurück, hingegen melden Planungsräume südöstlich des Alexanderplatzes ein Plus. In Pankow sind besonders die Gebiete rund um den Weißen See betroffen, während in Prenzlauer Berg stellenweise deutlich mehr Kinder geboren werden.
Auffällig ist zudem das anhaltend hohe Geburtendefizit in einigen Bezirken. In Steglitz‑Zehlendorf sterben in 41 von 44 Planungsräumen mehr Menschen als geboren werden; besonders ausgeprägt ist dies in Lankwitz. Deutlich günstiger stellt sich die Lage unter anderem in Teilen von Mitte und Friedrichshain‑Kreuzberg dar, wo einzelne Planungsräume weiterhin einen Geburtenüberschuss aufweisen.




