Berlin und seine Geisterbaustellen. Der KURIER hat mehrfach über Bauarbeiten berichtet, bei denen sich seit Monaten – teils seit Jahren – nichts mehr tut. Absperrgitter rosten vor sich hin, Fahrbahnen sind verengt, Parkplätze blockiert. Wahrscheinlich kennt jeder Berliner mindestens eine Baustelle, an der scheinbar niemand mehr arbeitet – außer der Zeit....
Kontrollgruppe nimmt Baustellen unter die Lupe
Damit soll in der Hauptstadt bald Schluss sein. Der Senat nimmt die Dauerbaustellen jetzt gezielt ins Visier und schickt eine neue Truppe los: eine Art Baustellen‑Sheriffs, die Ordnung auf Berlins Straßen durchsetzen sollen.
Eine Kontrollgruppe aus Polizei, Ordnungsämtern und Verkehrsverwaltung nimmt Baustellen ab sofort systematisch unter die Lupe. Die Gruppe soll prüfen, ob Baustellen an Straßen genehmigt und vorschriftsmäßig eingerichtet sind und ob die Verkehrssicherheit gewährleistet ist. Verstöße werden dokumentiert und gemeldet. Es drohen Bußgelder – oder sogar der Abbau der Baustelle.

Wer sich nicht an die Regeln hält, dem drohen Konsequenzen. Verstöße werden dokumentiert und an die zuständigen Stellen gemeldet. Die Palette möglicher Sanktionen reicht von Bußgeldern bis hin zum teilweisen oder vollständigen Abbau der Baustelle – dann, wenn sie ohne ersichtlichen Grund weiter den Verkehr behindert.
Doch es bleibt nicht bei Kontrollen vor Ort. Der Senat plant zusätzlich eine digitale Echtzeit‑Übersicht über alle Baustellen in der Stadt. Helfen sollen dabei unter anderem BVG‑Busse, die mit spezieller Technik ausgestattet werden. Während sie durch die Stadt fahren, erfassen sie automatisch Baustellen, Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen.




