Hiobsbotschaft von der Deutschen Bahn. In einer aktuellen Pressemitteilung wird bekannt, dass auf Pendler in der Hauptstadtregion noch in diesem Jahr eine nervige Großbaustelle zukommt – die uns alle monatelang beschäftigen wird. Betroffen sind der Fern- und Regionalverkehr.
Bahnverkehr quer durch Berlin monatelang lahmgelegt
Pendler und Reisende in Berlin und Brandenburg müssen sich auf monatelange Einschränkungen einstellen: Vom 14. Juni bis 12. Dezember 2026 baut die Deutsche Bahn an den Fern‑ und Regionalbahngleisen zwischen Charlottenburg und Ostbahnhof. Die Folge: Fern‑ und Regionalzüge können diesen zentralen Streckenabschnitt nicht befahren und werden großräumig umgeleitet.

Gute Nachrichten: Die S‑Bahn ist nicht betroffen und fährt wie gewohnt, wird aber zur Ausweichlösung für tausende Fahrgäste.
Ziel der Bauarbeiten ist es, den Berliner Hauptbahnhof leistungsfähiger zu machen. Unter anderem wird ein neues Weichentrapez eingebaut, das künftig mehr Flexibilität bei Störungen ermöglichen soll. Gleichzeitig werden Weichen, Schienen, Oberleitungen und Brücken erneuert – auch an den Bahnhöfen Zoologischer Garten und Ostbahnhof.
Fernzüge halten woanders – Verbindungen werden ausgedünnt
Für Fernreisende bedeutet das: Viele gewohnte Halte fallen weg. Während der Bauphase halten die meisten Fernzüge im tiefen Bereich des Hauptbahnhofs. Für den Zoo und den Ostbahnhof gibt es Ersatzhalte unter anderem in Südkreuz, Gesundbrunnen, Ostkreuz, Charlottenburg und Lichtenberg.

Mehrere ICE‑ und IC‑Linien werden umgeleitet oder verkürzt. Züge nach Frankfurt/Main und Nordrhein‑Westfalen fahren seltener, mindestens jedoch im Stundentakt.
Auch zwischen Berlin und Hamburg gibt es zunächst weniger Verbindungen als gewohnt – eine pro Richtung entfällt. Zusätzlich können Hamburg‑Züge nicht mehr in Spandau halten. Fahrgäste müssen sich auf längere Reisezeiten, mehr Umstiege und vollere Züge einstellen.
Pendler aus Brandenburg trifft es besonders hart
Im Regionalverkehr sind die Einschnitte noch spürbarer. Zwischen Charlottenburg und Ostbahnhof fahren während der Bauarbeiten keine Regionalzüge mehr – Pendler müssen auf die S‑Bahn ausweichen. Mehrere Linien werden verkürzt oder umgeleitet: RE 1 und RE 7 beginnen und enden teilweise vorzeitig, die RB 14 fährt nur bis Charlottenburg. Die RE 2 wird großräumig umgeleitet, die RB 21 fährt andere Start‑ und Zielbahnhöfe an.

Besonders bitter: Die RB 10 fällt tagsüber komplett aus, voraussichtlich bis Oktober. Nur der Nachtverkehr zwischen Hauptbahnhof und Nauen bleibt bestehen. Die Bahn versichert, dass die Anbindung zum Flughafen BER weiterhin sichergestellt ist. Die angepassten Fahrpläne werden schrittweise in die Auskunftssysteme eingepflegt, Fahrgäste sollten ihre Verbindungen regelmäßig prüfen.
