Kleine Ursache, große Wirkung. Im Dezember 2024 ereignete sich in der Kaulsdorfer Straße in Köpenick ein Wasserrohrbruch. Rund 15 Monate später sind die Schäden immer noch nicht behoben.
Anwohnerin beobachtet nur sporadische Arbeiten
Die Anwohner ärgert diese Geister-Baustelle. Der KURIER bekam eine Nachricht von einer Anrainerin. Sie schreibt: „Am 6. Dezember 2024 ereignete sich in der Kaulsdorfer Straße an der Haltestelle Hoernlestraße ein Wasserrohrbruch. Die Bauarbeiten sollten bis Mai dauern. Allerdings ohne Angabe des Jahres. Als Anwohner beobachte ich seitdem nur sporadische Arbeiten.“
So kommt es an der Baustelle zu heiklen Situationen. Die Anwohnerin: „Weil die Zufahrt seither einseitig ist, kommt bei parkenden Autos oft niemand mehr durch. Vor allem Post, Müllabfuhr und Krankentransporte haben Schwierigkeiten. Für ältere Menschen kann das gefährlich werden.“

15 Monate Baustelle. Doch was ist wirklich passiert? Das Bezirksamt Treptow-Köpenick schreibt auf Nachfrage, dass seit dem Rohrschaden mehrere Reparaturversuche wegen des maroden Zustands der Leitung erfolglos blieben. Für die Reparatur mussten die Bushaltestelle verlegt und die Mittelinsel entfernt werden.
Krankheitsbedingte Ausfälle führten zu Verzögerungen
„Beengte Platzverhältnisse und Baumbestand im öffentlichen Straßenraum erlaubten lediglich den Einsatz eines Kleinbaggers“, so das Bezirksamt. „Weitere Verzögerungen entstanden durch krankheitsbedingte Personalausfälle, Bereitschaftsdienste beauftragter Firmen sowie eine Undichtigkeit an der neu verlegten Druckleitung, die eine erneute Dichtigkeitsprüfung erforderlich machte. Darüber hinaus waren Leitungsbefahrungen und wiederholte Qualitätskontrollen des Trinkwassers notwendig.“

Dann kam der Winter. Von Mitte Dezember 2025 bis Mitte Februar 2026 kam es witterungsbedingt zum Baustopp. Aber es gibt Hoffnung. Das Bezirksamt: „Der Gehweg ist inzwischen wiederhergestellt. Noch ausstehend sind die Herstellung der Überfahrt vor Hausnummer 250, der Bodeneinbau auf ca. sechs Meter Länge im Unterstreifen sowie Restarbeiten mit Pflastermaterial.“



