Aufatmen in der Hauptstadt! Nach 48 Stunden Stillstand ist der Nahverkehr der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) seit Sonntagmorgen wieder unterwegs. Busse, Bahnen und Trams rollen, laut BVG läuft der Betrieb „weitgehend stabil“. Doch die Ruhe könnte trügerisch sein, denn nach dem Streik ist vor dem Streik!
Verdi will bessere Arbeitsbedingungen bei der BVG
Denn der Konflikt mit der Gewerkschaft Verdi ist alles andere als gelöst. Der zweitägige Warnstreik am Freitag und Samstag hatte den Verkehr in Berlin nahezu lahmgelegt. Und das schon zum zweiten Mal in dieser Tarifrunde. Anfang Februar stand die Stadt beim ersten Warnstreik für 24 Stunden still.
Diesmal verschärfte Verdi den Ausstand, und es könnte nicht der letzte gewesen sein. Im Kern geht es nicht um Lohnerhöhungen für die 16.500 Mitarbeiter der BVG, sondern um bessere Arbeitsbedingungen. Es geht um mehr Urlaub, mehr Urlaubsgeld, eine verbindliche Mindestruhezeit von elf Stunden zwischen zwei Schichten.

Verhärtete Fronten im Tarifstreit
Und es geht der Gewerkschaft um klare Regeln für die sogenannte Wendezeit. So heißen die Minuten am Ende einer Strecke, in denen Fahrerinnen und Fahrer durchatmen können, bevor es zurückgeht. Mindestens sechs Minuten Pause verlangt die Gewerkschaft. Für viele Beschäftigte ist die Pause wegen Verspätungen bislang oft kürzer.
Die Fronten bleiben verhärtet. Bisher gab es kein Einlenken von Seiten der BVG, die Berliner Fahrgäste sind genervt. Drei Verhandlungsrunden brachten keine Annäherung, die nächsten sind für den 4. und 5. März angesetzt. Doch schon jetzt laufen die Vorbereitungen für den möglichen nächsten Ausstand.




