Na, wie gefällt Ihnen das Wetter? Wenn Sie jetzt mit den Augen rollen, können wir das gut verstehen – denn dieser Frühling ist wirklich eine ganz neue Kategorie. Mal ist es bitterkalt, dann gibt es plötzlich wieder eine wahre Wärmewelle. Dann regnet es, dann schneit es sogar. Und jetzt kommt zu alldem auch noch die schlimmste Warnung für Autofahrer: Weil noch immer Saharastaub vom Himmel fällt, warnt Wetter-Experte Dominik Jung vor dauerhaften Schäden an den Autos.
Saharastaub-Wolke schwebt weiter nach Europa
Schon im März gab es Probleme mit dem Staub aus der Wüste. Und auch am Wochenende wurde vor dem Saharastaub gewarnt, der aktuell wieder in riesigen Mengen aus südwestlicher Richtung durch Luftbewegungen nach Europa gebracht wird. Erste Regengüsse spülten schon Staub aus der Atmosphäre – die Folgen sind auf dreckigen Fensterscheiben, Balkonmöbeln und Autos zu sehen. Und jetzt warnt Wetter-Experte Dominik Jung: Wer nichts unternimmt und nicht sofort handelt, der riskiert dauerhafte Schäden an seinem Auto.
Der Grund: Laut Jung handelt es sich bei dem Saharastaub nicht einfach nur um harmlosen Dreck, sondern um eine Mischung aus Mineralpartikeln, in der auch Quarz und Eisenoxide enthalten sind. Sie sind in der Lage, Kratzer in den Autolack zu kratzen. Begünstigt wird das, wenn das Auto falsch gereinigt wird. „Wer jetzt mit einem trockenen Lappen über die Motorhaube wischt, riskiert dauerhafte Schäden“, schreibt Dominik Jung in einer aktuellen Wetterkolumne beim „Merkur“.

Manche Autofahrer meinen, dass der leichte Regen, den es in den vergangenen Tagen regional gab, genügt, um die Partikel vom Wagen zu waschen. Doch das ist ein Irrtum. Denn es kann sich dadurch erst recht Dreck-Schlamm auf dem Auto ablagern – und zu wenig Regen ist auch nicht mehr in der Lage, die durch die Sonne förmlich festgebrannten Partikel abzulösen.
Nur kräftiger Regen oder eine sorgsame Reinigung mit viel Wasser und entsprechenden Hilfsmitteln (z.B. mit einem Waschhandschuh) kann laut dem Wetter-Experten helfen, das Auto wieder sauber zu machen, ohne dass dabei Schäden im wertvollen Lack hinterlassen werden.

Und die Prognose zeigt, dass der Staub-Spuk noch lange nicht vorbei ist. Noch immer breitet sich die Sahara-Wolke über Europa aus, die Prognose für Donnerstag zeigt das riesige Saharastaub-Gespenst.
Allein die Dimensionen sind unglaublich: Laut Dominik Jung kann ein solches Wetterereignis dazu führen, dass sagenhafte 350.000 Tonnen des Drecks über Deutschland abgeladen werden. So ein bisschen Staub macht doch nichts? Wer das dachte, sollte über diese Zahlen mal nachdenken.
So wird das Wetter in den kommenden Tagen
Die Frage ist: Wie gestaltet sich in den kommenden Tagen das Wetter? Bleibt es trocken oder sorgt zusätzlicher Regen für eine neue Blutregen-Welle? Erst einmal wird es in der Nacht zum Mittwoch wieder kalt, Dominik Jung kündigt regional sogar Bodenfrost an. „Morgen dreht das Hoch Stefan weiterhin richtig auf“, sagt der Meteorologe. Es wird ein schöner Frühlingstag – und auch die milden Luftmassen aus dem Südosten strömen nach Europa. „Es wird langsam etwas wärmer.“
Die Temperaturen sollen am Mittwoch bei bis zu 16 Grad liegen, nur im äußersten Nordosten wird es etwas kühler. Der Donnerstag wird durchwachsen: Zwar sind die Temperaturen mild, aber es kann im Tagesverlauf auch regional tröpfeln. „Und auch der Freitag bringt angenehm temperiertes Frühlingswetter, wenn auch etwas durchwachsen“, sagt Jung. „Schauer sind nicht ganz ausgeschlossen, vielleicht gibt es auch mal ein kurzes Gewitter.“
Die ersten Ausläufer der Gewittersaison sollen nämlich schon bald zu spüren sein. Am Samstag soll es etwa erst sehr freundlich werden. Doch später warnt der Wetter-Experte: In Rheinland-Pfalz könnte es bereits erste Gewitter geben, die sich später auch in Richtung Nordrhein-Westfalen ausbreiten. „Ansonsten gibt es aber immer wieder Sonnenschein.“



